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Preis gilt für 2 Fl
Langfristige Lagerung erfordert konstante Temperaturen um 12 °C, 60–75 % Luftfeuchte, geringe Licht- und Vibrationsbelastung sowie horizontale Flaschenlagerung. Vor dem Servieren empfiehlt sich langsames Aufrichten und eine sanfte Reinigung des Halses, anschliessend behutsames Dekantieren zur Entfernung von Depot; gereifte Bordeaux werden bei etwa 16–18 °C serviert. Breite Bordeaux-Gläser unterstützen die Entfaltung von tertiären Aromen.
Ein 1979er Bordeaux wird heute meist tertiäre Aromen wie getrocknete Früchte, Leder, Tabak, Pilznoten und Rehfleischkomponenten entwickeln; die Farbe bewegt sich in der Regel in Richtung ziegelrot bis bräunlich. Die ursprünglich präsenten Tannine sind oft stark abgebaut, sodass Textur und Balance mehr in den Vordergrund treten. Fein dosiertes Dekantieren hilft, Ablagerungen zu reduzieren und sekundäre Aromen zu öffnen.
Kritiker wie Robert Parker (Wine Advocate), James Suckling, Vinous oder Jancis Robinson liefern Hintergrundinformationen zu Stil und historischer Qualität eines Jahrgangs, was bei älteren Bordeaux als Orientierung dient. Bei einem 1979er sind zeitgenössische Bewertungen und spätere Re- tasting-Notizen hilfreich, um Trinkreife und Lagerpotenzial zu beurteilen. Bewertungen sollten jedoch immer in Kombination mit physischem Zustand der Flasche (Ullage, Etikett, Kork) und dokumentierter Lagerhistorie betrachtet werden.
Entscheidend sind Provenienz und Lagerhistorie, Vorhandensein von Original-Holzkiste (OHK/OWC), intakter Füllstand, Zustand von Etikett und Kapsel sowie bekannte Kritikerbewertungen oder historische Auktionspreise. Seltenheit des Château, Jahrgangsqualität und Nachfrage in Sammlerkreisen spielen ebenso eine Rolle. Für realistische Wertschätzungen sind Auktionsergebnisse, Händlerangebote und Gutachten hilfreiche Referenzen.
OHK steht für Original-Holzkiste und bezeichnet die originale Verpackung, in der viele Weine ausgeliefert wurden. Original-Holzkisten oder Original Wooden Case (OWC) können die Provenienz und den Wert einer Flasche erhöhen, weil sie für schonende Lagerung und dokumentierte Herkunft sprechen. Auf Auktionen und beim Sekundärmarkt dient eine erhaltene OHK als positives Qualitätsmerkmal, ist aber kein Garant für Trinkbarkeit — dafür sind Füllstand, Korkzustand und Etikettenzustand ausschlaggebend.
Zwei Flaschen derselben Abfüllung erlauben einerseits, eine Flasche sofort zu öffnen und die andere als konservativen Backup oder für eine Vergleichsverkostung zu halten. Auf dem Sekundärmarkt erhöht eine zweite Flasche die Flexibilität: eine trinken, eine weiter reifen lassen oder eine als Referenz für Provenienz und Zustand verwenden. Bei seltenen oder gut bewerteten Flaschen ist diese Strategie verbreitet, um Genuss und Werterhalt zu kombinieren.
Weine unter dem Namen Château Pontensac stammen aus dem Bordeaux-Umfeld und zeigen typischerweise die strukturelle Balance zwischen Cabernet Sauvignon, Merlot und ergänzenden Sorten wie Cabernet Franc oder Petit Verdot. Charakteristisch sind feine Tannine, eine klare Säurebasis und Aromen, die von dunklen Beeren über Zedernholz bis zu erdigen, würzigen Noten reichen. Bei älteren Jahrgängen treten tertiäre Noten wie Leder, Tabak und Unterholz hinzu, die die Komplexität steigern.
Bei Flaschen aus den 1970er Jahren gelten differenzierte Kriterien: HF (High Fill) und IN (Into Neck) gelten als sehr gut, TS (Top Shoulder) ist akzeptabel für Weine über 40 Jahre, VHS (Very High Shoulder) signalisiert erste Oxidationsrisiken, MS/LS (Mid/Low Shoulder) deuten auf erheblichen Verlust und damit erhöhtes Ausfallrisiko. Prüfung mit seitlicher Beleuchtung hilft, Ablagerungen im Hals zu erkennen; zusammen mit Etiketten- und Korkzustand gibt der Füllstand eine aussagekräftige Einschätzung zur Trinkfähigkeit.
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