42 €
12 Flaschen vorhanden
Die Trinkreife lässt sich über Farbe, Bouquet und Tanninstruktur bestimmen: Bei gut gelagerten Reservas kann der 2010er je nach Ausbau 10–30 Jahre reifen. Viele Ribera-Reservas zeigen nach etwa 10–15 Jahren harmonische Integration von Frucht, Holz und tertiären Aromen; Spitzenexemplare mit kräftigem Gerüst können deutlich länger reifen. Vor dem Servieren empfiehlt sich eine Sichtprüfung von Farbe und Ullage sowie gegebenenfalls Dekantieren.
Punkte und Berichte von Kritikern wie Robert Parker/Wine Advocate (RP/WA), James Suckling (JS), Vinous (VN), Jancis Robinson (JR) oder Jeb Dunnuck (JD) beeinflussen Nachfrage und Preis erheblich. Hohe Bewertungen steigern die Sichtbarkeit und Nachfrage, besonders bei knappen Jahrgängen oder limitierten Abfüllungen. Für Investitionsentscheidungen sollten Bewertungen zusammen mit Lagerzustand, OWC/Provenienz und Jahrgangsbewertung betrachtet werden.
Die spanische Klassifikation unterscheidet Alterungsstufen: Crianza, Reserva und Gran Reserva. Eine Reserva durchläuft längere Reifezeiten als eine Crianza und erhält oft spürbaren Ausbau im Eichenfass, was zu mehr Komplexität führt; Gran Reserva steht für noch längere Fass- und Flaschenreife. Konkret signalisiert ‚Reserva‘ bei Rotweinen in der Regel mehrere Jahre Reife, davon ein Anteil im Eichenfass, während die exakten Mindestzeiten je nach Produktionsland und Region variieren können.
Pesquera ist bei Sammlern beliebt und kann als Anlageobjekt funktionieren, sofern Kriterien wie Vintage, Lagerung, Provenienz und Kritikerreviews stimmen. Risiken: Lagerkosten, Marktvolatilität, begrenzte Liquidität bei speziellen Abfüllungen sowie möglicher Qualitätsverlust durch schlechten Kork oder hohe Ullage. Realistische Renditekalkulationen berücksichtigen Ankaufpreis, Lagergebühren, Versicherung und Verkaufsprovisionen sowie die Wahrscheinlichkeit, dass ein bestimmter Jahrgang oder Etikett an Nachfrage gewinnt.
Der Jahrgang 2010 in vielen spanischen Regionen gilt als ausgewogen mit guter Säurestruktur und reifen, aber nicht überreifen Tanninen. In Ribera del Duero ergibt das oft Weine mit klarer Frucht, solidem Tanningerüst und gutem Lagerpotenzial; viele 2010er-Reserven befinden sich in einer Phase, in der Primärfrucht und tertiäre Noten beginnen, sich zu verbinden. Die genaue Ausprägung hängt jedoch vom Erzeuger, der Fassbehandlung und der Weinbergsselektion ab.
Der Jahrgang 2010 gilt in vielen Teilen Spaniens, darunter Ribera del Duero, als sehr gutes bis exzellentes Jahr mit ausgeglichener Säure und reifen Tanninen. Für einen gut strukturierten Reserva oder Reserva Especial bedeutet das eine lange Trinkreife: oft ist ein breites Fenster zwischen dem jetzigen Trinkalter und weiteren 5–15 Jahren möglich, abhängig von Flaschenpflege und Lagerbedingungen. Entscheidend sind Lagerung, Füllstand und Korkzustand, die den weiteren Alterungsverlauf stark beeinflussen.
Optimale Lagerbedingungen sind konstant kühle Temperaturen (idealerweise 12–14 °C), relative Luftfeuchtigkeit um 60–70 %, Dunkelheit und vibrationsfreie Aufbewahrung. Flaschen lagernd auf der Seite halten den Korken feucht; Temperaturschwankungen oder zu trockene Luft beschleunigen Oxidation. Für langfristige Investments sind dokumentierte, konstante Kellertemperaturen und eine nachvollziehbare Provenienz entscheidend.
Sammler prüfen vor allem Provenienz, Lagerhistorie, Etikettenzustand, Kapsel und Füllstand (Ullage). Originalverpackung wie OHK/OWC erhöht oft Vertrauen, da sie auf eine schonende Lagerung hinweist. Ein intakter Korken, hohe Füllstände (HF/IN/TS bei moderatem Alter) und saubere Etiketten sind gute Zeichen; fehlende Unterlagen oder starke Ullage‑Veränderungen erfordern Preisabschläge oder Expertenbegutachtung.
Ribera del Duero gilt als eine der renommiertesten Regionen Spaniens für kraftvolle, strukturierte Rotweine aus Tempranillo (in der Region oft Tinto Fino oder Tinta del País genannt). Bodegas Tinto Pesquera, gegründet von Alejandro Fernández, hat die Region international bekannt gemacht; typische Merkmale sind intensive Frucht, dichte Tannine und klassischer Ausbau im Eichenfass. Die Höhenlage, karge Böden und großen Tag-Nacht-Temperaturschwankungen tragen zu konzentrierter Aromatik und guter Lagerfähigkeit bei.
Wesentlich sind lückenlose Provenienzangaben, unversehrte Originalverschlüsse, konsistente Etiketten und passende Jahrgangsangaben. Prüfen Sie Fotos oder den physischen Zustand von Kapsel, Etikett, Kork- bzw. Verschlussbereich und Ullage; besonders wichtig sind Lagernachweise (Auktionshaus, Weinschrank, Weinkeller). Bei Unsicherheit helfen Zertifikate, Rechnungen früherer Besitzer oder Konsultation renommierter Händler und Auktionshäuser.
In Spanien sind die gesetzlichen Mindestanforderungen für Reserva und Gran Reserva definiert (Reserva: mindestens drei Jahre Reife, davon mindestens ein Jahr im Fass; Gran Reserva: längere Gesamtreife, davon mindestens zwei Jahre im Fass). ‚Reserva Especial‘ ist keine gesetzliche Kategorie, sondern eine herstellerseitige Kennzeichnung für eine besondere Auswahl oder längere Fassreife gegenüber einem Standard‑Reserva. Bei Pesquera signalisiert die Zusatzbezeichnung daher oft eine selektivere Traubenwahl oder extended oak ageing, was Aromentiefe und Reifepotential erhöhen kann.
Bodegas Alejandro Fernández, oft einfach Pesquera genannt, gehört zu den bekanntesten Produzenten der Ribera del Duero. Die Weine basieren meist auf Tempranillo (regional auch Tinto Fino genannt), zeichnen sich durch konzentrierte Frucht, markante Tanninstruktur und gezielte Fasslagerung aus. Terroir mit kalk- und kieshaltigen Böden sowie Höhenlagen trägt zur Frische und Längenkonzentration bei, weshalb Pesquera-Weine sowohl jung zugänglich als auch langlebig sein können.
Original Wooden Case (OWC), Original Case (OC) oder OHK (Original-Holzkiste) erhöhen die Provenienz und damit oft den Marktwert, weil sie eine lückenlosere Herkunfts-Historie dokumentieren. Der Füllstand (Ullage) ist bei älteren Flaschen kritisch: Bezeichnungen wie HF (High Fill), IN (Into Neck), TS (Top Shoulder) geben Hinweise auf Lagerbedingungen und Oxidationsrisiko — TS ist bei sehr alten Flaschen noch akzeptabel, während MS/LS (Mid/Low Shoulder) ein hohes Risiko für Qualitätsverlust signalisieren. Käufer sollten Kistenzustand, Etiketten, Capsule und präzise Fotos des Halsbereichs prüfen.
Reife Pesquera‑Weine profitieren meist vom Dekantieren: 45–90 Minuten können helfen, reduzierte Noten abzubauen und die Frucht zu öffnen. Serviertemperatur liegt ideal bei 16–18 °C; stärker gekühlte Temperaturen dämpfen Aromen, zu warm verstärken sie Alkoholwahrnehmung. Glas: großes burgunder- oder bordeauxförmiges Rotweinglas, um die Aromen zu fokussieren und Tannine zu integrieren.
Kritiker wie Robert Parker (RP/Wine Advocate), Vinous (VN), James Suckling (JS) oder Jancis Robinson beeinflussen Nachfrage und Preisbildung auf dem Sekundärmarkt. Hohe oder konsistente Bewertungen steigern Marktliquidität und Sammlerinteresse, besonders für renommierte Bodegas wie Pesquera. Für langfristige Einschätzungen gilt: Bewertungen sind ein Indikator, aber Herkunftsnachweise, Lagerhistorie und Flaschenzustand bleiben für die Wertermittlung ebenso wichtig.
OHK steht für Original‑Holzkiste, OC für Original Case und OWC für Original Wooden Case – Begriffe, die Auskunft über die Verpackung und damit oft über Provenienz und Transportgeschichte geben. Der Füllstand beziehungsweise die Ullage ist bei reiferen Flaschen ein entscheidendes Qualitätsmerkmal: Kategorien wie HF (High Fill), IN (Into Neck) oder TS (Top Shoulder) helfen, Oxidationsrisiken einzuschätzen. Bei einem Wein aus 2010 können niedrigere Füllstände (Mid Shoulder/Low Shoulder) auf verstärkte Oxidation oder undichte Korken hinweisen und den Wert sowie die Trinkbarkeit beeinträchtigen.
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