129 €
eine Flasche 0,75l
Authentizität wird durch Kombination aus Etiketten- und Kapselprüfung, Zustand des Korkens, Füllstand (Ullage), Etikettenpapier und Druck, Lieferdokumenten, Rechnungen oder Auktionsunterlagen belegt. Recherchen in Auktionsarchiven, Weindatenbanken und direkte Rückfragen beim Hersteller (Weingut) helfen, Unstimmigkeiten aufzudecken. Bei wertvollen Flaschen sind Expertise durch unabhängige Gutachter oder renommierte Auktionshäuser empfehlenswert.
Spätburgunder ist die in Deutschland gebräuchliche Bezeichnung für die Rebsorte Pinot Noir. Charakteristisch sind rote Fruchtaromen (Kirsche, Himbeere), florale Noten und bei gereiften Exemplaren tertiäre Aromen wie Waldboden oder getrocknete Kräuter. In deutschen Anbaugebieten wie Baden, Pfalz oder der Ahr zeigt Spätburgunder je nach Lage und Winzerstil große Bandbreite von leicht bis konzentriert. Winzer wie Weingut Huber setzen auf selektive Handlese, geringe Erträge und teils Holzlagerung, um subtile Struktur und Alterungspotenzial zu fördern.
Der Füllstand gibt Hinweise auf Lagerungsbedingungen und möglichen Oxidationsgrad. Gängige Begriffe: HF (High Fill) = perfekter Füllstand nahe am Hals, IN (Into Neck) = sehr guter Füllstand, TS (Top Shoulder) = bei >15–20 Jahre noch akzeptabel, VHS / MS / LS (Very High Shoulder / Mid Shoulder / Low Shoulder) = zunehmendes Risiko für Oxidation. Bei Weinen aus 2013 ist TS oder besser für normalen Zustand wünschenswert; LS-Füllstände bei vergleichsweise jungem Jahrgang deuten auf problematische Lagerung hin.
OHK steht für Original-Holzkiste, OWC für Original Wooden Case und OC für Original Case. Solche Angaben bezeichnen die Verpackung, in der eine Flasche oder ein Karton ursprünglich abgefüllt oder versandt wurde. Eine Original-Holzkiste kann bei älteren, hochwertigen Abfüllungen die Provenienz stärken und ist für Sammler und Investoren relevant, da vollständige Sets und Originalverpackungen oft wertsteigernd wirken.
Der Jahrgang 2013 zeigte in vielen deutschen Regionen variable Reifegrade; bei gut gereiften Spätburgundern aus Qualitätsbetrieben ist inzwischen eine fortgeschrittene, aber noch attraktive Trinkreife zu erwarten. Typisch sind abgeschwächte Primärfrüchte, dafür ausgeprägtere tertiäre Noten wie Pilz, Leder oder Rauch sowie eine weiche Tanninstruktur. Weine von renommierten Betrieben (z. B. Weingut Huber) mit sorgfältiger Fass- und Flaschenreife können weiterhin Komplexität und Balance bieten, benötigen jedoch Lager- und Servierkontrolle.
Deutsche Spätburgunder können Anlagepotenzial besitzen, insbesondere wenn sie von anerkannten Weingütern mit limitiertem Ertrag stammen, ausgezeichnete Kritikerbewertungen (z. B. Vinous, Robert Parker, James Suckling) erhielten und aus Spitzenlagen kommen. Entscheidende Faktoren für Investitionswürdigkeit sind Produzentenreputation, Jahrgangsqualität, Flaschenzustand, vorhandene Provenienz und Marktnachfrage. Nicht jeder Spätburgunder eignet sich als Anlage; sorgfältige Prüfung und Diversifikation bleiben wichtig.
‚Schlossberg‘ ist ein verbreiteter Lagenname in vielen deutschen Weinbaugebieten und deutet meist auf steile, sonnenexponierte Parzellen mit guter Erwärmung und kargen, oft steinigen Böden hin. Ein Spätburgunder aus einer ‚Schlossberg‘-Lage kann daher zu konzentrierteren, mineralischeren Ausprägungen tendieren. Entscheidend bleiben jedoch das Weingut (z. B. Weingut Huber), die Parzellenführung und die Önologie — Lagenbezeichnung allein garantiert keine Qualitätsstufe wie etwa ein VDP Grosse Lage (Großes Gewächs).
0,75 l ist die Standardflasche; für langfristige Lagerung sind konstante 10–14 °C, 60–75 % relative Luftfeuchte und dunkle, vibrationsfreie Bedingungen ideal. Ältere Spätburgunder profitieren vor dem Verkosten von vorsichtigem Dekantieren (30–90 Minuten je nach Alter und Zustand), um Sedimente zu schonen und Aromen zu öffnen. Bei sehr alten Flaschen empfiehlt sich Aufrichten vor dem Einschenken, eine langsame Nachtlandeöffnung und gegebenenfalls eine Filter- oder Karaffenprobe.
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