90 €
Matassa 12-13-14 rouge
Ein Rouge aus Matassa steht typischerweise für rotbeerige, expressiv geprägte Weine aus dem Roussillon (Collioure/Côtes Catalanes). Die Weine zeigen oft Grenache- und Carignan-dominierte Assemblagen mit Anteil von Syrah; Ausbaumethoden sind häufig naturnah und subtil im Holz. Vergleichbare regionale Referenzen sind Domaine Gauby, Clos des Fées oder Domaine Cazes, die ebenfalls Terroirbetonung, niedrige Erträge und feine Extraktion ins Zentrum stellen.
Auf dem Sekundärmarkt spielen Provenienz, Füllstand (Ullage) und der Korkzustand eine große Rolle. Bevorzugt werden HF (High Fill) oder IN (Into Neck); TS (Top Shoulder) kann bei älteren Flaschen akzeptabel sein. Originalverpackung (OC/OWC/OHK) erhöht Glaubwürdigkeit. Zusätzlich sind Händlerfeedback, Lagerhistorie und gegebenenfalls Bewertungen durch RP/Wine Advocate, James Suckling oder Vinous nützlich — ohne konkrete Punktangaben ist die historische Reputation der Quelle wichtig.
Frühe 2010er-Jahrgänge in Südfrankreich liefern unterschiedlich strukturierte Ergebnisse: allgemein bringen solide Jahrgänge aus 2012–2014 genug Reife und Tanninstruktur für mittelfristige Lagerung. Wichtig ist die Flaschenprüfung: Füllstand (Ullage) und Korkzustand zeigen, ob die Flasche kontrolliert altern konnte. Bei gut gepflegten Exemplaren sind diese Jahrgänge bei Grenache/Carignan-/Syrah-Blends häufig 8–20 Jahre trinkreif, abhängig von Extrakt, Säure und Ausbau.
Grenache bringt reife rote Frucht, Würze und Volumen; Carignan steuert Tannin, Säure und dunkle Frucht; Syrah liefert Farbton, Pfeffer und Würze. In Kombination ergeben sie ein Profil von Himbeere, Kirsche, Garrigue (Rosmarin, Thymian), mineralischen Noten und gelegentlich salziger Meeresluft in Küstennähe. Carignan und Syrah geben mehr Struktur für lange Entwicklung, Grenache sorgt für Frühzugänglichkeit.
Langfristige Lagerung gelingt bei konstanter Temperatur (11–14 °C), ca. 60–75% Luftfeuchte, dunkel und vibrationsfrei. Flaschen auf der Seite lagern, damit der Korken feucht bleibt. Original-Holzkisten (Original Wooden Case, OWC oder OHK für Original‑Holzkiste) erhöhen Provenienz‑Wert und schützen vor Licht; beim Sekundärmarkt sind Originalkisten plus vollständig dokumentierte Lagerhistorie vorteilhaft.
Für gereifte Roussillon‑Rouges empfiehlt sich eine Serviertemperatur von 15–18 °C. Jüngere, dichter extrahierte Flaschen profitieren von 60–90 Minuten Dekantieren; ältere, feiner gereifte Flaschen sollte man eher kurz dekantieren (15–30 Minuten) oder vorsichtig aus der Flasche in eine Karaffe umfüllen, um Sedimente zu schonen. Ein burgundisches Glas betont Frucht und Zitrus- bzw. Kräuteraromen.
Typische Aromen umfassen rote/fruchtige Noten (Kirsche, Himbeere), dunklere Akzente (Brombeere), Garrigue (Kräuter, Lorbeer), mineralische und salzige Nuancen sowie getrocknete Kräuter bei reifer Entwicklung. Das Trinkfenster variiert je nach Ausbau und Jahrgang, liegt oft zwischen 5 und 20 Jahren; strukturierte Jahrgänge mit höherem Carignan‑ bzw. Syrah‑Anteil können länger reifen, während grenachebetonte Cuvées früher Trinkreife zeigen.
Ein Preis von rund 90 Euro kann für sammelwürdige Roussillon-Weine attraktiv sein, wenn Seltenheit, Produzentreputation und lagerfähige Struktur stimmen. Domaine Gauby oder Clos des Fées sind Beispiele, deren Seltenheit und Bewertungen die Preisentwicklung beeinflussen. Investitionsentscheidungen sollten auf Nachfrage, Provenienz, Kritikerresonanz und Lagerbarkeit basieren; Diversifikation und Dokumentation sind entscheidend.
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