30 €
Riesling von 2021
Ein klassischer Ruppertsberger Riesling zeigt oft Zitrus- und Kernobstnoten (Zitrone, grüner Apfel), reifere Jahrgänge bringen Pfirsich- oder Mirabellenanklänge; dazu kommen mineralische Noten und bei gereiften Flaschen dezente Petroltöne. Serviertemperatur: 8–10 °C für jüngere Exemplare; bei älteren Flaschen gern etwas wärmer, 10–12 °C. Dekantieren ist selten nötig, kann aber bei gereiften Weinen kurzzeitig Frucht und Aromatik öffnen.
Ruppertsberger bezeichnet die Herkunft aus der Gemarkung Ruppertsberg in der Pfalz. Die Pfalz bringt durch ihr mildes Klima und die vielfältigen Terroirs – von Kalk- über Löss- bis zu Porphyr- oder Sandsteinböden – sehr unterschiedliche Rieslingprofile hervor. Weingüter wie Dr. Bürklin-Wolf arbeiten terroirbetont und erzeugen daraus meist klare Frucht, präzise Säure und eine ausgeprägte Mineralität, die den regionalen Stil prägt.
Qualitätsrieslinge aus der Pfalz von angesehenen Betrieben besitzen oft ein erhebliches Reifepotenzial: junge, trocken ausgebaute Lagenrieslinge reifen komfortabel 5–10 Jahre, hochwertige Einzellagen oder stärker restsüße Auslesen und Spitzenweine können 10–20 Jahre und länger interessant bleiben. Entscheidend sind Jahrgang, Ausbaustil und Lagerbedingungen.
Beim Sekundärmarkt sind Herkunft und Lagerhistorie entscheidend: prüfen Sie Etikett, Kapsel, Versand- oder Händlerdokumente zur Provenienz sowie den Füllstand (Ullage). High Fill (HF) oder Into Neck (IN) gelten als sehr gut; Top Shoulder (TS) ist bei älteren Weinen akzeptabel. Achten Sie zudem auf saubere Etiketten ohne Wasserränder, keine starke Verschmutzung des Korkens und auf konstante Lagerbedingungen beim Verkäufer.
Der Jahrgang 2021 zeigte in vielen Teilen Deutschlands wechselhafte Witterung; in der Pfalz ergaben sich häufig Weine mit frischer Säure, klarer Frucht und moderatem Alkohol. Er forderte sorgfältige Qualitätsselektion im Weinberg und im Keller, belohnt aber durch filigrane, terroirgetriebene Rieslinge mit gutem Reifepotenzial bei hohen Qualitäten.
VDP steht für Verband Deutscher Prädikatsweingüter (VDP). Dieser Zusammenschluss von Qualitätsweingütern ordnet Lagen und Auszeichnungen (z. B. Erste Lage, Große Lage/Grosses Gewächs) und fördert strenge Qualitätskriterien im Weinberg und Keller. Für Verbraucher ist die VDP-Klassifikation ein Hinweis auf Lagenorientierung und ein mögliches Qualitätsmerkmal, wenn ein Weingut Mitglied ist.
Kritiker wie Robert Parker (Wine Advocate), James Suckling oder Vinous können die Wahrnehmung und Nachfrage von Spitzenrieslingen steigern, indem sie qualitative Einschätzungen und Punktbewertungen liefern. Für das Sammelpotenzial sind neben Bewertungen auch die Reputation des Weinguts (etwa langjähriges Renommee von Dr. Bürklin-Wolf), Jahrgangscharakter und Limitierung wichtiger Faktoren. Bewertungen sind ein Baustein, aber Herkunft, Lagerfähigkeit und Zustand der Flasche bleiben zentral.
Riesling aus der Pfalz ist sehr vielseitig: Zu leichten Varianten passen Meeresfrüchte, Sushi und sommerliche Salate; kräftigere oder feinherbe Typen harmonieren mit gebratenem Geflügel, Schweinebraten mit fruchtigen Saucen oder asiatischer Küche mit süß-sauren Aromen. Die Säurestruktur des Rieslings macht ihn zudem ideal zu fettigeren Speisen, da sie Frische bringt.
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