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Einzelverkauf. Nur eine Flasche.
Eine Cuvée ist eine gezielte Verschnittkomposition aus zwei oder mehreren Rebsorten oder Partien, die der Kellermeister anlegt, um ein bestimmtes Aromaprofil, Struktur und Balance zu erreichen. Bei einem weißen Cuvée wie dem genannten Paul Bianco steht der Name oft für eine klassische Verschnittidee des Weinguts oder der Kellerei: Ausgewählte Traubenparzellen und manchmal verschiedene Ausbauvarianten (Edelstahltank, großes Holzfass) werden kombiniert. Kellerei St. Pauls verwendet bei Cuvées typischerweise die Stärken einzelner Lagen – etwa Mitterberg – und des Jahrgangs (hier 2020), um Harmonie zwischen Frucht, Säure und Textur zu erzielen.
Die Begriffe Weiss und Bianco sind die deutschen bzw. italienischen Bezeichnungen für Weißwein und signalisieren die Kategorie des Weins. In mehrsprachigen Weinregionen wie Südtirol/Alto Adige erscheinen beide Begriffe häufig parallel auf dem Etikett. Sie geben keine direkte Auskunft über Rebsorte oder Ausbau, wohl aber über Stilrichtung: Ein Weiss/Bianco kann von frisch und leicht bis vollmundig und im Holz ausgebaut reichen – Angaben zu Cuvée, Lage (z. B. Mitterberg) oder Jahrgang (2020) präzisieren den Charakter.
Die Lagerfähigkeit variiert mit Rebsorten, Säure-Restzucker-Verhältnis und Ausbau. Viele sorgfältig komponierte weiße Cuvées aus 2020 erreichen ihre beste Trinkreife häufig zwischen 2 und 8 Jahren nach der Lese; manche mineralischen oder im Holz gereiften Weißweine können auch länger reifen. Bei einer Cuvée mit ausgewogener Säure und Substanz empfiehlt sich gelegentliches Probieren: junge Trinkreife zeigt frische Frucht und Lebendigkeit, spätere Trinkreife entwickelt mehr Komplexität und tertiäre Aromen.
Konstante Lagerbedingungen sind entscheidend: 10–14 °C, Dunkelheit, 60–80 % Luftfeuchte und flache Lagerung sind ideal, um Korkfeuchtigkeit und Etikettzustand zu erhalten. Kellerei-St.-Pauls-Weine, auch Lagen wie Mitterberg, profitieren von sanfter Temperaturstabilität; starke Temperaturschwankungen und direkte Sonne vermeiden. Für 2020er Weißweine reicht eine kühle, dunkle Lagerung meist aus, wenn längere Reife geplant ist. Verpackung wie Original-Holzkiste (OHK / OWC) erhöht bei Weiterverkauf die Provenienz und Schutz.
Der Sekundärmarktwert hängt von Produzent, Lage, Jahrgang, Zustandsparametern (Ullage, Etikett, Verkorkung), Provenienz und Nachfrage ab. Bei Winzern oder Genossenschaften wie Kellerei St. Pauls spielt die Reputation der Lage (z. B. Mitterberg) und die Einzigartigkeit einer Cuvée eine Rolle. Originalverpackung (OHK / OWC / OC), offizielle Bewertungen und limitierte Auflagen steigern den Wert. Einzelne Flaschen werden konservativer bewertet als komplette Cases; Händler achten besonders auf Füllstand, Korkzustand und Lagerhistorie.
Für weißen Cuvées empfiehlt sich ein mittelgroßes Weißweinglas mit etwas bauchiger Kuppa, das Frucht und Aromenspiel fokussiert, ohne die Säure zu überdecken. Solche Weine harmonieren gut mit gebratenem Fisch, hellem Geflügel, Pastagerichten mit Sahnesaucen, Risotto und gereiften, nicht zu kräftigen Käsesorten. Saisonale Zubereitung und moderat gewürzte Speisen lassen die typische Balance einer Cuvée – wie aus Mitterberg und hergestellt von Kellerei St. Pauls – optimal zur Geltung kommen.
Der Füllstand oder Ullage beschreibt die Höhe des Weinpegels in der Flasche relativ zum Flaschenhals oder -schulter. Klassifizierungen wie HF (High Fill), IN (Into Neck), TS (Top Shoulder) bis LS (Low Shoulder) geben Hinweise auf Alter, Lagerbedingungen oder mögliche Oxidation. Bei einer Flasche aus dem Jahr 2020 ist ein guter Füllstand (HF bis IN) zu erwarten; niedrigere Pegel können auf unsachgemäße Lagerung oder langsames Verdunsten hinweisen. Für Sekundärmarkt und Genussreife ist die Ullage ein wichtiges Qualitätsmerkmal.
Der Jahrgang prägt Säurestruktur, Reifegrad und Aromatik. Allgemein brachte 2020 in vielen nördlichen Mittelmeer- und alpennahen Gebieten warme Phasen mit guter physiologischer Reife, was zu ausgeprägter Frucht und reifen Aromen, aber teils moderater Säure führte. Für Lagen wie Mitterberg und Kellerei St. Pauls bedeutet das: klare, expressive Fruchtprofile, oft gute Trinkigkeit in jungen Jahren, regionaltypisch ausgeprägte Mineralität bleibt bei sorgfältiger Handlese erhalten. Die genaue Ausprägung hängt vom Rebsortenspiegel und Ausbau ab.
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