150 €
94-96PP
Ein Investment in einen 2019er Saint-Émilion Grand Cru kann attraktiv sein, wenn mehrere Kriterien zusammenkommen: hohe Kritikerbewertungen (z. B. 94–96 PP), begrenzte Produktion, anerkanntes Château-Profil und einwandfreie Provenienz mit guten Füllständen. Weitere Einflussfaktoren sind Lagerung (professionelle Weinkeller erhöhen Wert), Handelsaktivität auf dem Sekundärmarkt und Format (Magnums steigen oft stabiler). Langfristige Perspektive und Diversifikation sind entscheidend.
Ein Merlot-dominierter Saint-Émilion harmoniert hervorragend mit geschmortem Lamm, Rinderbraten, Entenbrust mit dunkler Sauce, Wildpilz-Risotto oder gereiftem Comté und Gruyère. Saucen mit Wacholder, Rotweinreduktionen oder leicht erdige Begleiter unterstreichen die dunkle Frucht und die samtigen Tannine eines Grand Cru.
Saint-Émilion Grand Cru ist eine Appellationsbezeichnung innerhalb der AOC Saint-Émilion, die strengere Qualitätsanforderungen an Ertrag, Reife und Ausbau als die Basismarkierung der Appellation stellt. Die Bezeichnung Grand Cru Classé hingegen ist Teil der offiziellen Klassifikation von Saint-Émilion und wird einzelnen Châteaux nach Prüfungen und periodischen Revisionen zuerkannt (z. B. Premier Grand Cru Classé A/B, Grand Cru Classé). Kurz: Grand Cru kann eine qualitätsorientierte Appellation auf Flaschenetiketten markieren, Grand Cru Classé ist eine geprüfte Klassifikationsstufe, die einem konkreten Château verliehen wird.
Der Jahrgang 2019 in Saint-Émilion gilt als warm und sehr reif: Merlot-dominierte Weine zeigen dichte Frucht, konzentrierte Tannine und gute Extraktstrukturen. Spitzenchâteaux wie Château Cheval Blanc oder Château Ausone lieferten in 2019 oft fülligere, zugleich präzise Weine mit dunkelbeerigen Aromen, gutem Säuregerüst und langem Reifepotenzial. Auf Château-Niveau resultiert das in Weinen, die in jungen Jahren zugänglich wirken, aber auch von 10–30 Jahren Flaschenreife profitieren können.
Optimale Lagerung erfolgt bei konstanter Temperatur (12–14 °C), etwa 70–80 % Luftfeuchte, geringe Licht- und Vibrationsbelastung sowie liegender Lagerung. Bei einer 2019er-Flasche erwartet man meist High Fill (HF) oder Into Neck (IN) als normale Füllstände; Top Shoulder (TS) kann bei sehr warmer oder schlecht gelagerter Flaschen bereits ein Warnsignal sein. Für Sammler sind HF/IN ideale Startbedingungen, während MS/LS ein erhöhtes Risiko für Oxidation bedeutet.
AOC Saint-Émilion erlaubt primär Merlot, Cabernet Franc und Cabernet Sauvignon; Merlot dominiert viele Grand Cru-Lagen und verleiht weiche Textur und samtige Frucht, Cabernet Franc bringt Struktur und Würze. Auf Château-Ebene sind sorgfältige Leseselektion, getrennte Vinifizierung nach Parzellen sowie Ausbau in französischer Eiche (Barriques) verbreitet. Das Resultat sind vielschichtige, tanninreiche und langlebige Weine mit Balance zwischen Frucht, Säure und Holz.
Die Abkürzung PP steht häufig für Parker-Punkte und orientiert sich an den Bewertungen von Robert Parker bzw. dem Wine Advocate-Stil. Eine Einstufung von 94–96 Punkten signalisiert exzellenten bis herausragenden Wein mit großer Konzentration, Balance und Lagerfähigkeit. Solche Bewertungen erhöhen in der Regel die Nachfrage und können den Marktwert steigern, vorausgesetzt, Herkunft, Fasszustand (Ullage) und Provenienz sind einwandfrei.
Bei einem jungen, tanninreichen Saint-Émilion aus 2019 empfiehlt sich vorsichtiges Dekantieren 60–120 Minuten vor dem Servieren, um Frucht zu öffnen und Sedimente zurückzuhalten; sehr konzentrierte Weine profitieren ggf. von bis zu drei Stunden Belüftung. Die Serviertemperatur liegt idealerweise zwischen 16–18 °C. Große Burgunder- oder Bordeauxgläser unterstützen Aromenkonzentration und Tanninwahrnehmung.
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