100 €
1 Flasche
Ein gereifter Amarone harmoniert hervorragend mit kräftigen, komplexen Gerichten: geschmortes Rind- oder Wildragout, Osso Buco, gereifter Pecorino oder Parmigiano Reggiano sowie dunkle Schokoladendesserts. Auch würzige Schmorgerichte mit Pilzen oder hochwertige BBQ‑Rindstücke bieten gute Paarungen. Durch die ausgewogene Säure und die gereiften Aromen kann der Wein sowohl zu herzhaften als auch zu intensiveren Süßspeisen ein spannendes Spiel eingehen.
Wichtige Kriterien sind Produzentenreputation (z. B. Quintarelli, Dal Forno Romano, Allegrini), lückenlose Provenienz, Füllstand/Ullage, Kork- und Etikettzustand, Original-Holzkiste sowie vorhandene Händler- oder Auktionsdokumente. Marktwerte werden zusätzlich von Kritikerbewertungen (Wine Advocate/Robert Parker, James Suckling, Vinous), Jahrgangsbeurteilung und weltweiter Nachfrage beeinflusst. Transparente Lagerhistorie und konservative Preisgestaltung reduzieren Investitionsrisiken bei gereiften Flaschen.
Ein Amarone aus dem Jahr 2000 hat mit rund 25 Jahren Flaschenreife ausgeprägte tertiäre Noten entwickelt: Leder, Tabak, getrocknete Früchte, dunkle Schokolade und balsamische Nuancen treten in den Vordergrund, während die anfängliche Fruchtsüße mehr ins Hintergrund rückt. Die Langlebigkeit hängt stark vom Produzenten ab – Spitzenhäuser wie Quintarelli oder Dal Forno zeigen oft eine längere harmonische Reife, während andere Weine früher Trinkreife erreichen. Wichtige Indikatoren für Trinkreife sind Bukettkomplexität, Tanninpolitur und Alkoholbalance.
Amarone della Valpolicella ist ein kraftvoller Rotwein aus der Valpolicella-Region im Veneto, hergestellt nach der Appassimento-Methode: Trauben (vorwiegend Corvina, Rondinella, oft Corvinone und gelegentlich Molinara) werden mehrere Wochen bis Monate getrocknet, bevor sie vergoren werden. Typisch sind konzentrierte Aromen von getrockneten Kirschen, Schwarzkirsche, Leder, Tabak und Gewürzen sowie ein hoher Extrakt und relativ hoher Alkohol. Bekannte Erzeuger wie Allegrini, Masi, Quintarelli und Dal Forno Romano haben das Profil dieses Weintyps geprägt, wobei Kellertechnik und Maischeführung großen Einfluss auf Stil und Langlebigkeit haben.
Amarone wird meist in 0,75‑l‑Standardflaschen gefüllt; größere Formate wie Magnum (1,5 l) oder Doppelmagnum (3,0 l) sind ebenfalls gebräuchlich. Größere Flaschen altern langsamer und harmonischer, weil das Verhältnis von Luft zu Wein geringer ist – deshalb erreichen viele Sammler und Winzer für besondere Lagen Magnums. Für die Lagerung und Investition sind Magnums oft begehrter, weil sie Reifepotenzial und Präsenz bei Verkostungen erhöhen.
Langfristige Lagerung erfolgt kühl (12–15 °C), dunkel, mit konstanter Luftfeuchte und liegendem Flaschenlager zur Feuchtigkeitsbindung des Korkens. Vor dem Servieren empfiehlt sich Dekantieren, besonders bei gereiften Amarone: 30–90 Minuten können helfen, Ablagerungen zu trennen und Aromatik zu öffnen; sehr gereifte Exemplare eher kürzer dekantieren. Die Serviertemperatur liegt optimal bei 16–18 °C; schwerere Glasformen mit breiter Kelchöffnung unterstützen das intensive Bouquet. Produzenten wie Allegrini, Masi oder Tommasi arbeiten oft mit ähnlichen Empfehlungen für gereifte Flaschen.
Bei einer Standardflasche (0,75 l) ist der Füllstand ein zentraler Indikator für den Zustand eines 20+ Jahre alten Weins. Klassifizierungen wie HF (High Fill), IN (Into Neck), TS (Top Shoulder), VHS (Very High Shoulder) oder MS/LS (Mid/Low Shoulder) helfen, Oxidationsrisiken einzuschätzen: Für Jahrgänge um 2000 gilt TS bis IN meist noch als akzeptabel, VHS kann erste Oxidationsanzeichen bedeuten, MS/LS sind warnend. Zusätzlich sind Korkzustand, Etikett- und Kapselintaktheit sowie Geruchstest nach Dekantieren wichtige Prüfgrößen.
OHK steht für Original-Holzkiste, OWC für Original Wooden Case und OC für Original Case; alle Begriffe bezeichnen die ursprüngliche Verpackung eines Weins. Bei gereiften Amarone kann die Original-Holzkiste die Provenienz und eine lückenlose Lagergeschichte untermauern, was sich positiv auf Sammlerwert und Vertrauenswürdigkeit auswirkt. Insbesondere bei Auktionen oder beim Weiterverkauf werden OWC/OHK oft als Qualitätsmerkmal gewertet, da sie Schutz und Dokumentation der Flaschen unterstützt haben.
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