290 €
Vintage 2002
Vintage-Champagner wie Dom Pérignon ist vor dem Service bereits auf der Hefe gereift und disgorgiert; eine klassische Dekantierung ist in der Regel nicht nötig. Bei sehr gereiften Flaschen kann ein sanftes Abseihen durch ein feines Sieb sinnvoll sein, um mögliche Ablagerungen zurückzuhalten. Serviertemperatur: 8–10 °C für einen optimalen Aromengang. Verwenden Sie hochwertige Tulpen- oder Weißweingläser, um die Aromatik zu bündeln. Beim Öffnen langsam vorgehen, Korken kontrolliert lösen und nicht blind aufschäumen lassen.
Auf dem Gebrauchtmarkt sind Füllstand (Ullage), Etiketten- und Kapselzustand sowie lückenlose Herkunftsangaben zentral. Bei Ullage werden Bezeichnungen wie HF (High Fill, perfekter Füllstand), IN (Into Neck, sehr guter Füllstand), TS (Top Shoulder, akzeptabel bei älteren Flaschen), VHS (Very High Shoulder, erste Oxidationszeichen möglich) oder MS/LS (Mid Shoulder/Low Shoulder, erhöhtes Ausfallrisiko) verwendet. Für eine 2002er-Flasche sind IN bis TS meist akzeptabel; VHS und tiefer erhöhen das Risiko. Weitere Kriterien: intakter Korken/Schaumkork, keine übermäßigen Ablagerungen am Korken, lichtgeschützte Lagerung in der Vergangenheit sowie nachvollziehbare Rechnung oder Auktionseinträge.
Der Preis richtet sich nach Jahrgangsreputation, Seltenheit, Flaschenformat, Vorhandensein einer OHK/OWC, Füllstand, Etiketten- und Kapselzustand sowie nach verkaufsrelevanter Dokumentation und früheren Auktionsresultaten. Ebenfalls einflussreich sind Kritiker- und Magazinresonanz (z. B. Bewertungen durch Vinous, Robert Parker/Wine Advocate, James Suckling), Händlernachfrage und generelle Marktstimmung für Luxus-Champagne. Langfristig können konservative Lagerung und lückenlose Provenienz die Renditechancen erhöhen; kurzfristige Preisschwankungen sind jedoch üblich.
Ein qualitativ starker Jahrgang wie 2002 hat ein großes Reifepotenzial; bei optimaler Lagerung (konstant 10–12 °C, dunkler, vibrationsfreier Keller, 70–80 % Luftfeuchte) kann Dom Pérignon mehrere Jahrzehnte reifen. Typische Trinkfenster reichen oft von etwa 15–40 Jahren nach der Ernte, abhängig vom individuellen Flaschenzustand und persönlichen Vorlieben: früher Genuss liefert mehr Primärfrucht, späteres Öffnen zeigt tertiäre Noten wie Brioche, Honig und komplexe Nussaromen.
Dom Pérignon ist die Prestige-Cuvée von Moët & Chandon und wird nur in ausdrücklich deklarierten Jahrgängen erzeugt. Ein Vintage wie 2002 stammt aus einer einzigen Ernte und vereint sorgfältig selektierte Trauben aus Grand Cru- und Premier Cru-Lagen in der Champagne (u.a. Côte des Blancs, Montagne de Reims, Vallée de la Marne). 2002 gilt als reifes, strukturiertes Jahr mit konzentrierter Frucht und guter Säure, ideal für eine längere Flaschenreife. Dom Pérignon zeichnet sich durch lange Hefelagerung, präzise Dosage und eine Balance zwischen Chardonnay-typischer Frische und Pinot-Noir-Struktur aus.
Dom Pérignon basiert auf einem Verschnitt von Chardonnay und Pinot Noir; die genaue Zusammensetzung variiert je nach Jahrgang. Gekauft werden Trauben aus Spitzenlagen der Champagne, typischerweise Grand Cru-Offenbarungen aus der Côte des Blancs (z. B. Le Mesnil, Avize) für Chardonnay und aus Montagne de Reims und Vallée de la Marne (z. B. Ambonnay, Ay, Bouzy) für Pinot Noir. Diese Kombination liefert die für Dom Pérignon typische Spannung zwischen Frische, Tiefe und mineralischem Ausdruck.
OHK steht für Original-Holzkiste und wird oft synonym mit OC (Original Case) beziehungsweise OWC (Original Wooden Case) verwendet. Für Sammler und den Sekundärmarkt erhöhen Originalverpackung und -kiste den Wert, da sie Hinweise auf durchgehende Provenienz und schonende Lagerung liefern. Eine intakte OHK unterstützt Echtheitsprüfungen, erleichtert Transport und steigert Verkaufschancen bei Auktionen und Händlern.
Größere Formate reifen tendenziell langsamer und harmonischer als Standardflaschen (0,75 l). Ein Magnum (1,5 l) behält oft länger Präzision und Frische, was ihn bei Sammlern besonders begehrt macht und den Marktwert steigern kann. Sehr große Formate sind rar, schwieriger zu lagern und kommen daher seltener auf den Markt — diese Seltenheit wirkt sich positiv auf den Preis aus. Für Investitionsüberlegungen ist Format, Provenienz und die Lagerhistorie entscheidend.
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