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suche Batonnage 2015
Batonnage ist traditionell in Burgund (Puligny‑Montrachet, Meursault) verbreitet, wo Produzenten wie Domaine Leflaive oder Coche‑Dury bei ihren Spitzenexemplaren häufig mit Feinhefelager arbeiten. Auch im sonnigeren Kalifornien setzen Häuser wie Kistler und Chateau Montelena auf Lees‑Kontakt bei Chardonnay. In Deutschland verwenden manche Spitzenbetriebe aus Rheingau oder Rheinhessen, etwa Weingut Keller, gezielte Sur‑Lie‑Techniken für Riesling‑Interpretationen. Generell ist Batonnage kein regionsgebundenes Alleinstellungsmerkmal, sondern eine Ausbauentscheidung vieler Top‑Weingüter weltweit.
OHK steht für Original‑Holzkiste, OC für Original Case und OWC für Original Wooden Case; alle bezeichnen die werkseitige Verpackung. Originalverpackung ist für Sammler und den Sekundärmarkt wichtig, weil sie Rückschlüsse auf Provenienz und Lagerung erlaubt und meist den Wert erhöht. Beim Erwerb älterer Jahrgänge wie 2015 ist das Vorhandensein einer OHK/OC/OWC ein Qualitätsmerkmal, das Vertrauen in lückenlose Lagerkette und damit in den Erhalt der Flasche steigert.
Batonnage kann für Investoren attraktiv sein, weil sie zusätzliche Textur und Komplexität erzeugt, die von Sammlern geschätzt wird. Entscheidender sind aber Produzent, Lage und Jahrgangsqualität: Weißweine aus Spitzenlagen (z. B. Montrachet‑Parzellen von Top‑Erzeugern wie Domaine de la Romanée‑Conti oder Puligny‑Montrachet von Domaine Leflaive) haben generell höhere Sammel‑ und Anlagechancen. Investoren sollten zudem Kritikernoten, Produktionsmenge, Provenienz und Füllstände prüfen. Batonnage allein garantiert keinen Wertzuwachs, kann aber die Genussreife und damit die Attraktivität am Markt erhöhen.
Batonnage kann die Alterungsfähigkeit positiv beeinflussen, weil gelöste Polysaccharide und Proteine die Oxidationsstabilität verbessern und Tannine bzw. Säure besser integrieren helfen. Bei einem kräftigen Jahrgang wie 2015, das in vielen Regionen (z. B. Bordeaux und Burgund) als exzellent eingestuft wurde, trägt ein kontrollierter Sur‑Lie‑Ausbau oft dazu bei, dass Weißweine länger harmonisch reifen. Entscheidend sind darüber hinaus Säurestruktur, phenolische Reife und die Qualitätsklasse des Weinguts: Ein 2015er von Top‑Erzeugern wie Domaine de la Romanée‑Conti (Montrachet) oder einem renommierten Chardonnay‑Haus kann durch Batonnage an Komplexität gewinnen und über Jahre gut halten.
Batonnage bezeichnet das periodische Aufrühren der Feinhefe (Sur Lie) im Fass oder Edelstahltank. Durch das Aufwirbeln der Hefe werden Proteine, Lipide und Aromavorstufen freigesetzt, was dem Wein mehr Volumen, Cremigkeit und oft nussige oder briocheartige Noten verleiht. Bei aromatischen Rebsorten wie Chardonnay kann Batonnage die texturale Fülle erhöhen, ohne zwangsläufig Süße zuzusetzen. Typische Beispiele aus dem Spitzenbereich, bei denen Lees-Ausbau und Batonnage eine Rolle spielen, sind Burgunder-Weißweine aus Erzeugern wie Domaine Leflaive oder Coche-Dury sowie kalifornische Fassweine von Produzenten wie Kistler.
Wesentliche Prüfpunkte sind: 1) Ullage/Füllstand: HF (High Fill) oder IN (Into Neck) sind ideal; TS (Top Shoulder) ist bei älteren Weinen akzeptabel, VHS/MS/LS (Very High Shoulder/Mid/Low Shoulder) deuten auf erhöhtes Oxidationsrisiko. 2) Etikett und Kapsel: Konsistenz mit Herstellerangaben, keine Ausbesserungen. 3) Provenienz: Lückenlose Kaufbelege, Rechnungen oder Lagerbestätigungen vom Weinhändler oder Weingut. 4) Originalverpackung (OHK/OC/OWC) erhöht Sicherheit. Bei hochwertigen 2015ern von bekannten Erzeugern wie Domaine de la Romanée‑Conti oder Weingut Keller empfiehlt sich zusätzliche Nachfrage nach Lagerhistorie und möglichen Temperaturschwankungen.
Kritiker wie Robert Parker (Wine Advocate), James Suckling und Vinous prägen Nachfrage und Preisentwicklung – hohe Punktzahlen erhöhen die Handelbarkeit. En Primeur (EP) betrifft primär Bordeaux: Käufe während der Fassphase beeinflussen spätere Verfügbarkeit. Für 2015er Jahrgänge, die anerkannte Top‑Jahrgänge sind, ist positive Kritik langfristig preistreibend. Käufer sollten Bewertungen (RP/WA, JS, VN) ebenso prüfen wie die Reputation des Produzenten (z. B. Château Margaux oder Château Latour im Bordeaux‑Kontext) und darauf achten, ob der Wein einen sur‑lie‑Ausbau oder Batonnage durchlaufen hat, da dies das Alterungspotential beeinflussen kann.
Direkte Hinweise sind selten, aber typische Schlagworte sind "sur lie", "lees aged", "batonnage" oder Hinweise auf Barrique‑ oder Fassausbau mit Hefekontakt. Technische Hinweise wie "gebärdet" oder Angaben zur Hefearbeit können ebenfalls auftauchen. Bei deutschen Weinen helfen Klassifikationen wie GG (Grosses Gewächs) oder QbA (Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete) in Kombination mit Winzerprofilen weiter: Ein GG von einem auf Holz ausbauenden Betrieb signalisiert oft einen ausgeprägten Ausbaustil, eventuell mit Batonnage.
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