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Der Jahrgang 2009 in Barolo gilt allgemein als warm und reif mit guter physiologischer Reife der Nebbiolo-Trauben; das Ergebnis sind dichte Frucht, reife Tannine und ausgewogene Säure. Solche Weine sind oft früher zugänglich als extrem kühle Jahrgänge, behalten aber genug Struktur für eine mittellange bis lange Reifephase. Für einen hochwertigen Cru-Barolo kann die Trinkreife bereits nach 8–12 Jahren beginnen; bei optimaler Lagerung entwickelt sich der Wein weiter 15–30 Jahre oder länger, abhängig von Produzent und Fassausbau.
Renommierte Erzeuger mit dokumentierter Qualitätskonstanz steigern die Sammler-Attraktivität für Cru‑Barolos. Faktoren sind Lagenexklusivität, Jahrgangsqualität, limitierte Mengen und Bewertungen durch Kritiker wie Robert Parker (Wine Advocate), James Suckling oder Vinous. Gute Provenienz und fachgerechte Lagerung sind essenziell für Werterhalt. Auktionen und spezialisierte Händler bestimmen häufig den Sekundärmarkt‑Preis; historische Preissteigerungen sind möglich, aber nie garantiert.
Langfristige Lagerung: konstant 12–14 °C, 60–75 % relative Luftfeuchte, dunkel und vibrationsfrei, Flaschen liegend. Vor dem Servieren leicht temperieren auf 16–18 °C. Ältere Baroli profitieren von vorsichtigem Dekantieren (30–90 Minuten) zum Abbau reduktiver Aromen; sehr gereifte Exemplare nur kurz und vorsichtig öffnen, um fragile Aromatik nicht zu zerstören. Geeignet sind große Burgundergläser für Nebbiolo-Feinheiten.
Für etwa 15 Jahre alte Flaschen gelten folgende Faustregeln: HF (High Fill) und IN (Into Neck) sind ideal; TS (Top Shoulder) ist bei Weinen über 15–20 Jahren akzeptabel. VHS (Very High Shoulder) oder MS/LS (Mid/Low Shoulder) deuten auf verstärkte Oxidation und erhöhtes Risiko. Kontrollpunkte: intaktes Kapsel- und Etikettenbild, keine Ausblühungen, keine sichtbaren Auslaufen am Korken und homogene Sedimentbildung. Bei Unsicherheit empfiehlt sich eine professionelle Begutachtung vor Kauf oder Öffnen.
Barolo ist die höchste Klassifikation für reinsortigen Nebbiolo aus dem Piemont; eine Einzelberg- oder Cru-Abfüllung wie Bricco Rocche wird oft wegen klarer Terroirprägung geschätzt. Weine von Ceretto aus einer definierten Vigna zeigen typischerweise intensive Nebbiolo-Noten (rote Kirsche, Rosen, Unterholz, Teer), ausgeprägte Säure und fein strukturierte Gerbstoffe. Bei hochwertigen Parzellen bewirken Bodenstruktur und Mikroklima höhere Konzentration und längeres Lagerpotenzial als einfache Langhe-Nebbiolos.
Barolo DOCG muss zu 100 % aus der Rebsorte Nebbiolo hergestellt werden. Die Mindestlagerzeit beträgt 38 Monate ab 1. November des Erntejahres, davon mindestens 18 Monate in Holz; für die Bezeichnung Riserva sind mindestens 62 Monate vorgeschrieben. DOCG steht für Denominazione di Origine Controllata e Garantita und garantiert Herkunfts- sowie Produktionsvorgaben.
Standardflaschen (0,75 l) sind marktüblich, lagern aber empfindlich gegenüber Hitze- und Temperaturschwankungen. Für ältere Baroli empfiehlt sich temperaturkontrollierter Transport, stoßsichere Verpackung und Versicherung gegen Verlust oder Bruch. Ausreichende Versandzeitplanung minimiert Belastung durch Umschläge. Größere Formate altern langsamer und sind bei Sammlern begehrt, erfordern aber bei Versand zusätzliche Sorgfalt.
Gereifte Baroli harmonieren bestens mit reichhaltigen, umami‑betonten Gerichten: geschmorte Rindfleischgerichte, Wild mit dezenten Kräutern, Pilzrisotto (vor allem Steinpilze), Trüffelgerichte und gereifte Hartkäse. Die merklichen Gerbstoffe und die Säurestruktur gleichen fettreiche Saucen aus und heben erdige Aromen hervor. Leichtere Zubereitungen sollten die Aromen des Nebbiolo nicht überdecken.
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