130 €
2004! Gut gelagert! Ein Monument italienischer Weinkultur!
Typisch für Amarone sind Rebsorten wie Corvina (häufig als Rückgrat), Rondinella und teilweise Molinara; die genaue Zusammensetzung variiert je nach Erzeuger. Entscheidend ist das Appassimento: die Trauben werden teilweise angetrocknet, um Zucker und Aromen zu konzentrieren, gefolgt von langer Maischestandzeit und ausgedehnter Reifung, was dem Wein seine dichte Struktur und die charakteristische Aromatik verleiht.
Gereifte Amarone profitieren von einer Serviertemperatur zwischen 16 und 18 °C und einem großen Rotweinglas, das die vielschichtige Aromatik transportiert. Bei einem 20+ Jahre alten Amarone empfiehlt sich vorsichtiges Dekantieren: kurz vorgießen oder 30–90 Minuten dekantieren, um sedimente zu schonen und die Aromen zu öffnen; bei sehr alten Flaschen lieber stufenweise probieren, um plötzliche Oxidation zu vermeiden.
Für die Beurteilung gelten standardisierte Kategorien: HF (High Fill) und IN (Into Neck) sind ideal, TS (Top Shoulder) noch akzeptabel bei Weinen älter als 15–20 Jahre, VHS (Very High Shoulder) oder MS/LS (Mid/Low Shoulder) sind Warnzeichen für erhöhtes Reifungs‑ bzw. Oxidationsrisiko. Achten Sie neben dem Ullage auf korknahe Verfärbungen, Ausweichungen im Korken oder Flaschenversickerungen; Fotos und genaue Beschreibungen sind bei älteren Abfüllungen unerlässlich.
Ein Amarone aus dem Jahr 2004 hat in der Regel deutliche tertiäre Aromen entwickelt: getrocknete Kirsche, Feige, Leder, Tabak und Gewürznoten treten hervor, die Frucht wird kompakt und gut eingebunden. Tannin und Säure sollten sich harmonisiert haben; viele Amarone zeigen bei guter Lagerung noch weiter lange Reifefähigkeit, der konkrete Zustand hängt jedoch stark von Flaschenpflege und Verschluss ab.
Amarone della Valpolicella ist ein kraftvoller, konzentrierter Rotwein aus dem Veneto, der nach dem Appassimento‑Verfahren aus getrockneten Trauben vinifiziert wird und die DOCG‑Qualitätsstufe trägt. Produzenten wie Allegrini sind im Valpolicella‑Gebiet verankert und verbinden traditionelle Techniken mit moderner Kellerführung; ein Wein wie Corte Giara steht damit für die regionale Stilistik: dichte Fruchtnoten, reife Tannine und hohes Alterungspotenzial.
OHK steht für Original‑Holzkiste, OC für Original Case und OWC für Original Wooden Case – Begriffe, die angeben, ob Weine noch in der originalen Umverpackung geliefert werden. Originalverpackungen sind für Sammler und auf dem Sekundärmarkt bedeutsam, weil sie Rückschlüsse auf Provenienz und durchgehende Lagerbedingungen zulassen und häufig den Wiederverkaufswert positiv beeinflussen.
Gereifte Amarone harmoniert hervorragend mit kräftigen Speisen: geschmorte Rinderschmorbraten, Wildgerichte, Ossobuco oder gereifte Käsesorten wie alter Parmigiano und Pecorino. Auch dunkle Schokolade oder konzentrierte Pilz‑ und Trüffelgerichte bilden reizvolle Partner – wichtig ist, dass die Speise dem Wein Struktur und Intensität entgegenstellt, ohne ihn zu überdecken.
Amarone kann Anlagecharakter haben, insbesondere von renommierten Erzeugern wie Allegrini und aus starken Jahrgängen; entscheidend sind Produzentenreputation, limitierte Produktionsmengen, Jahrgangsqualität sowie lückenlose Provenienz und fachgerechte Lagerung. Auf dem Sekundärmarkt sollten Käufer Auktionsergebnisse, Händlerbewertungen und Lagernachweise prüfen; zudem ist die Liquidität bei Amarone geringer als bei einigen Bordeaux‑ oder Burgund‑Ikonen, weshalb realistische Erwartungen an Wertentwicklung und Haltedauer wichtig sind.
140 €
3000 €
145 €
146 €
150 €
9999 €
100 €