0 €
Einzelflasche in sehr gutem Zustand.
Langfristige Lagerung verlangt konstante 10–14 °C, ca. 60–75 % Luftfeuchte, dunkel und vibrationsfrei, liegend bei Korkverschlüssen. Beim Servieren sind Temperatur und Dekantierzeit relevant: gereifte Rotweine entfalten sich oft bei 16–18 °C und profitieren von kurzem Dekantieren (30–90 Minuten) zur Trennung von Depot; ältere, fragile Flaschen sollten vorsichtig dekantiert und vorab auf Sediment geprüft werden. Weiße Lagerweine serviert man kühler (8–12 °C), bei kräftigem Ausbau ggf. etwas wärmer. Probetragen und kleine Schritte beim Öffnen minimieren das Risiko plötzlicher Oxidation.
Der Füllstand ist ein zentraler Befund für ältere Flaschen. Übliche Kategorien sind HF (High Fill, sehr hoher Füllstand), IN (Into Neck), TS (Top Shoulder), VHS (Very High Shoulder), MS/LS (Mid/Low Shoulder). Für Flaschen aus 2009, also über 15 Jahre alt, sind IN oder TS meist akzeptabel; VHS, MS oder LS erhöhen das Risiko von Oxidation oder Korkproblemen. Fotografieren Sie Halsbereich, Füllhöhe und Etikett — das hilft bei Bewertung und Dokumentation von Provenienz. Bei Weingütern mit hoher Sammelrelevanz (etwa bei Weingut-Herausbringern mit internationaler Nachfrage) ist ein guter Füllstand oft preisrelevant.
Etikett und Rücketikett liefern Herstellerangaben (Weingut, Lage, Jahrgang, Ausbau), oft auch Qualitätskennzeichnungen wie GG (Grosses Gewächs) oder Hinweise auf Prädikate. Die Kapsel sollte unbeschädigt sein; ein verrutschter oder durchstoßener Korken kann auf unsachgemäße Lagerung hindeuten. Achten Sie zusätzlich auf Plausibilität von Druck und Typographie – Fälschungen zeigen oft Unschärfen. Bei deutschen Flaschen ist das VDP-Logo (Verband Deutscher Prädikatsweingüter) ein Qualitätsmerkmal; VDP steht für Verband Deutscher Prädikatsweingüter und kennzeichnet bestimmte Lagenhierarchien.
Für Investment-Relevanz zählen Produzent (Weingut), Ruf der Lage (z. B. bekannte Einzellagen), Jahrgangsqualität, Seltenheit und Zustand (Füllstand, Etikett, OHK). Kritikerscores von Robert Parker / Wine Advocate (RP/WA), James Suckling (JS), Vinous (VN) und anderen beeinflussen Marktpreis und Nachfrage. Provenienz und lückenlose Lagerhistorie sind entscheidend: gute Klimalagerung und Originalverpackung steigern Wert und Marktfähigkeit. Beachten Sie zudem Marktliquidität: nicht alle Weingüter erzielen konstante Nachfrage, deshalb lohnt ein Vergleich mit Auktions- und Händlerpreisen.
Bei Bezeichnungen mit einem Familiennamen wie Huber handelt es sich in der Regel um den Produzenten oder das Weingut. Wildenstein deutet typischerweise auf eine Einzellage oder ein Lageblatt hin – also eine spezifische Parzelle mit eigenen Bodenverhältnissen. Der Zusatz R kann je nach Erzeuger für eine Reserve-, Rebsorten- oder Lagenabgrenzung stehen; es gibt keine einheitliche Regelung, deshalb lohnt sich ein Blick auf die Etikett- oder Winzerinformationen. Der Jahrgang 2009 gibt Auskunft über Klima und Reife, die Zusammensetzung des Weins und seine potenzielle Lagerfähigkeit. Vergleichsweise spricht man bei Weingütern und Lagen genauso über Reputation wie bei klassischen Beispielen aus Bordeaux (z. B. Château Margaux) oder Burgund (z. B. Domaine de la Romanée-Conti): Name, Lage und Jahrgang bilden zusammen die wichtigsten Qualitätsindikatoren.
Flaschenformate beeinflussen die Reife: Magnums (1,5 l) altern langsamer und gleichmäßiger als 0,75-l-Standardflaschen, was oft zu besserer Langzeitentwicklung führt. Größere Formate sind deshalb bei Sammelobjekten begehrt. Der Verschluss spielt ebenfalls eine Rolle: Naturkork ermöglicht mikroaerische Reifung, kann aber Korkfehler riskieren; Schraubverschluss oxidiert weniger, verändert aber das Reifemuster. Bei Flaschen aus 2009 ist deshalb der Verschlusstyp ein entscheidendes Qualitätsmerkmal für Lagerung und Trinkentwicklung.
Der Jahrgang 2009 wird in vielen Weinregionen als warm und reif beschrieben, was zu guter Zucker- und Phenolreife führte. Das Ergebnis sind oft zugängliche, aber strukturierte Weine mit gutem Alterungspotenzial. Die konkrete Entwicklung hängt jedoch von Rebsorte, Lesezeitpunkt und Kellerpraxis ab: bei ganz fruchtbetonten Weißweinen kann die Trinkreife früher einsetzen, bei kräftigen Rotweinen und lagerfähigen Weißweinen (z. B. bei Holzfassausbau) kann 2009 noch gut weiter reifen. Vergleiche mit renommierten Jahrgängen aus Bordeaux oder Burgund geben zusätzliche Orientierung, doch entscheidend bleiben Produzent (Weingut), Lage (Wildenstein) und Ausbauart.
Eine Einzelflasche bezeichnet eine einzelne, losgelöste Flasche ohne zwingende Angabe eines kompletten Kistenbestandes. OHK (Original-Holzkiste), OWC (Original Wooden Case) oder OC (Original Case) verweisen auf die ursprüngliche Verpackung, in der Flaschen oft direkt vom Weingut ausgeliefert werden. Originalkisten erhöhen die Provenienz-Sicherheit und oft den Sammlerwert. Bei Investitionsentscheidungen ist die Existenz einer OHK/OWC ein Pluspunkt, weil sie eine lückenlose Lagergeschichte wahrscheinlicher macht.
146 €
120 €
95 €
12345 €
144 €
180 €
70 €
90 €