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Les Cras ist eine Premier‑Cru‑Lage in Chambolle‑Musigny, die für feine, elegante Pinot‑Noirs bekannt ist. Typisch sind gut durchlässige, kalkhaltige Lehmböden mit kleinem Steinanteil, die eine feine Mineralität und eine präzise Säurestruktur begünstigen. Winzer wie Domaine Georges Roumier arbeiten hier oft mit niedrigen Erträgen und selektiver Handlese, wodurch florale Aromen, rote Beeren und eine seidige Tanninstruktur klar zum Vorschein kommen.
Domaine Georges Roumier steht für eine burgundische Stilistik, die Finesse, Transparenz des Terroirs und feine Tannine in den Vordergrund stellt. Ein Roumier aus Les Cras zeigt typischerweise florale Noten, rote und dunkle Beeren, feine Gewürznuancen und eine präzise Säure. Die Barrique‑Behandlung ist meist dezent, um die Frucht und Mineralität nicht zu überdecken. Solche Weine kombinieren Trinkvergnügen in moderatem Alter mit gutem Alterungspotenzial.
Langfristige Lagerung: konstante Temperatur (idealerweise 10–14 °C), stabile Luftfeuchte (60–75 %), kein Licht und vibrationsfrei. Flaschen liegend lagern, sofern Korken vorhanden. Dekantieren: jüngere 2015er können von 30–90 Minuten Dekantierzeit profitieren, um Primärfrucht und feine Tannine zu öffnen; sehr alte Flaschen eher vorsichtig behandeln und lieber schonend in ein Glas umziehen, nachdem eventuelle Sedimente entfernt wurden.
Ullage‑Begriffe: HF (High Fill), IN (Into Neck), TS (Top Shoulder), VHS (Very High Shoulder), MS/LS (Mid/Low Shoulder). Für einen 2015er (ca. 10 Jahre alt) sind HF oder IN ideal; TS ist bei einem 10‑jährigen Burgunder noch akzeptabel, signalisiert jedoch beginnende Verdunstung. VHS, MS oder LS sollten als Warnzeichen gelten und erfordern genauere Prüfung, da sie auf Oxidation oder schlechte Lagerung hinweisen können.
Entscheidende Faktoren sind Produzent (z. B. Domaine Georges Roumier), Lage (1er Cru Les Cras), Jahrgangsqualität, Provenienz und Lagerbedingungen. Originaldokumente, Rechnungen, OWC und konsistente Lagerhistorie erhöhen Vertrauen. Kritikerbewertungen können Preisbewegungen beeinflussen – gängige Abkürzungen sind RP/WA (Robert Parker/Wine Advocate), JS (James Suckling) und VN/AG (Vinous/Antonio Galloni). Für Verkauf und Versicherung sind Lagernachweis, transparente Herkunft und Zustand von Etikett, Kapsel sowie Füllstand entscheidend.
Der Jahrgang 2015 in Burgund gilt als warm und insgesamt sehr hochwertig: reifere Frucht, gute Konzentration und dennoch oft ausreichende Säure. Für Premier‑Cru‑Weine bedeutet das, dass sie in jungen Jahren zugänglicher sind als kältere Jahrgänge, aber auch ein langes Reifepotenzial behalten. Je nach Produzent und Ausbau kann ein guter 2015er bereits nach 5–10 Jahren hervorragende Trinkreife zeigen, bei Spitzenweinen sind 15–25 Jahre nicht ungewöhnlich.
OHK steht für Original‑Holzkiste, OWC für Original Wooden Case oder Original Case; beide Begriffe bezeichnen die zum Flaschenverkauf gehörige, originale Holzkiste. Für Sammler und den Sekundärmarkt erhöht eine vollständige, unversehrte Originalkiste in der Regel die Attraktivität und kann einen Preisaufschlag bedeuten, weil sie Provenienz und schonende Lagerung identifizierbar macht. Wichtiger als die Kiste selbst sind jedoch saubere Etiketten, intakte Kapsel, korrekter Füllstand (Ullage) und lückenlose Lagerhistorie.
1er Cru (Premier Cru) bezeichnet in Burgund eine deutlich über dem regionalen Niveau eingestufte Einzellage mit besonders guter Eignung für hochwertigen Weinbau. Grand Cru ist die höchste Klassifikation und steht für die renommiertesten Einzelparzellen mit maximaler Reputation und meist größerem Alterungspotenzial. Zur Einordnung: Domaine de la Romanée‑Conti (DRC) ist ein Beispiel eines Produzenten, der vorwiegend Grand‑Cru‑Lagen bearbeitet. Klassifikationen wie VDP (Verband Deutscher Prädikatsweingüter) sind hingegen deutsche Organisationsformen und nicht direkt mit burgundischen Cru‑Stufen gleichzusetzen.
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