170 €
top Zustand und gut gelagert
Authentizität und Provenienz lassen sich prüfen durch: Kontrolle von Etikett, Rücketikett und Kapsel auf typischen Druck- und Typografie-Merkmalen, Abgleich mit Fotografien bekannter Originalflaschen, Nachfragen nach Händler- oder Auktionsbelegen, Lieferrechnungen oder Lagerdokumenten sowie Experten- oder Gutachtermeinungen. Bei Zweifeln helfen renommierte Händler, Auktionshäuser oder eine Kontaktaufnahme mit dem Weingut weiter. Vollständige Dokumentation und eine lückenlose Lagerhistorie steigern die Vertrauenswürdigkeit.
Château Figeac ist ein renommiertes Weingut auf der rechten Gironde-Seite in Saint-Émilion, bekannt für seine ungewöhnlich hohen Anteile an Cabernet-Rebsorten im Vergleich zu vielen Right-Bank-Weinen. Die kieshaltigen Parzellen bringen Struktur, kompakte Tannine und ein markantes Wachstumsprofil hervor. In der Praxis führt die Kombination aus Gravel-Terroir, langer Reife und sorgfältiger Vinifikation zu Weinen mit Dichte, Langlebigkeit und ausgeprägter mineralischer Note, die sich über Jahrzehnte entwickeln können.
Ein Bordeaux-Jahrgang von 1999 liegt heute im Bereich der Reifephase bis mittleren Alterung; viele hochwertige Flaschen zeigen bereits tertiäre Aromen und weiche, eingebundene Tannine. Bei einem Spitzenwein wie von Figeac ist mit verbliebenem Lagerpotenzial von mehreren Jahren bis zu einer Dekade zu rechnen, abhängig von Flaschenzustand und Lagerung. Entscheidend ist die konkrete Flasche: Füllstand, Etikett- und Kapselzustand sowie der verschluss bestimmen, ob der Wein noch Vitalität oder bereits fortgeschrittene Reife zeigt.
Vor dem Servieren empfiehlt sich langsame Temperierung auf etwa 16–18 °C, da zu warme Temperaturen alkoholische Noten betonen. Bei alternden Bordeaux ist vorsichtiges Dekantieren ratsam, um etwaige Depotbestandteile zurückzuhalten; manche Flaschen profitieren nur von kurzem Belüften, andere benötigen mehrere Stunden. Breite Rotweingläser und eine ruhige Ruhezeit nach dem Öffnen unterstützen das Ausfalten der Aromen.
Auf dem Sekundärmarkt sind Herkunftsnachweis, Lagerhistorie, Original-Holzkiste (OHK/OWC) und Zustand von Etikett sowie Füllstand entscheidend für den Wert. Auktionsergebnisse, Veröffentlichungen und Bewertungen durch Kritiker wie Robert Parker (Wine Advocate), Vinous oder James Suckling geben Marktindikatoren, ersetzen aber nicht die physischen Prüfungen. Seltene Jahrgänge und gut erhaltene Flaschen mit sauberer Provenienz erzielen in der Regel deutlich höhere Preise.
OHK steht für Original-Holzkiste, OWC für Original Wooden Case und OC häufig für Original Case. Solche Originalverpackungen dokumentieren bei vielen Käufen die vollständige Logistikkette und bieten physischen Schutz. Auf dem Sekundärmarkt erhöhen OHK/OWC oft Vertrauen und Wert, weil sie Hinweise auf schonende Lagerung und vollständige Provenienz liefern. Für Sammler und Investoren sind sie daher ein wichtiges Plus, vorausgesetzt sie sind echt.
Ein gut gelagerter Figeac aus 1999 zeigt heute oft sekundäre und tertiäre Aromen wie Leder, Tabak, getrocknete Frucht, feuchte Erde und trüffelartige Noten, während Fruchtanklänge von schwarzer Johannisbeere und Kirsche noch vorhanden sein können. Die ursprünglichen, kraftvollen Tannine sind mit der Zeit weicher geworden, die Säure gibt dem Wein noch Frische. Je nach Lagerung bleibt die Struktur erhalten, sodass der Wein weiterhin Konzentration und Länge zeigt.
OHK steht für Original-Holzkiste, OWC für Original Wooden Case und OC für Original Case. Diese Begriffe beschreiben die Lieferung in der ursprünglichen Holzkiste des Weinguts. Für Sammler und Käufer sind Originalkisten wichtig, weil sie Provenienz, schonende Lagerung und einen höheren Wiederverkaufswert signalisieren. Auf dem Sekundärmarkt erhöhen OWC/OHK die Transparenz bei der Herkunft und werden oft bei Auktionen und beim Versand berücksichtigt.
Bei gereiften Bordeaux-Flaschen werden folgende Füllstände unterschieden: HF (High Fill) ideal, IN (Into Neck) sehr gut, TS (Top Shoulder) akzeptabel für ältere Jahrgänge, VHS (Very High Shoulder) erste Oxidationsanzeichen möglich, MS/LS (Mid/Low Shoulder) hohes Risiko für beeinträchtigten Wein. Für einen Wein aus den späten 1990er-Jahren ist IN bis TS üblich und akzeptabel; deutlich niedrigere Füllstände erfordern Vorsicht und fachkundige Begutachtung.
Optimale Lagerbedingungen für einen gereiften Figeac sind konstante Temperaturen um 11–13 °C, relative Luftfeuchte zwischen 60–75 %, dunkel, vibrationfrei und horizontal gelagert. Wichtig ist auch eine lückenlose Provenienz ohne Temperaturschwankungen oder längere Transportperioden in heißem Umfeld. Originalverpackungen wie Original-Holzkiste (OHK) oder Original Wooden Case (OWC) können zusätzlichen Schutz bieten und sind für Sammler relevant.
Ein Saint-Émilion aus einem Top-Wingut wie Figeac zeigt meist ein dichtes Aromenspektrum aus dunklen Beeren, Piment, Tabak und oft einer feinen, steinigen Mineralität. Aufgrund des Cabernet-Anteils können die Weine zusätzlich klare Cassis-Noten und präsente, feinmaschige Tannine besitzen. Je nach Jahrgang entwickeln sich über die Jahre tertiäre Noten wie Leder, Unterholz und getrocknete Pflaume.
Kritikernoten von Robert Parker/Wine Advocate, Vinous oder James Suckling und dokumentierte Auktionsresultate sind starke Preistreiber auf dem Sekundärmarkt. Neben Punktzahlen zählen Zustand der Flasche, Füllstand, Originalverpackung, Flaschenformat und lückenlose Provenienz. Seltene Formate (z. B. Magnum) und Exemplare mit OHK/OWC erzielen oft höhere Zuschläge. Markttransparenz durch Auktionsarchive und Händlerdaten erleichtert die Wertermittlung, gleichzeitig sind Angebot, Nachfrage und generelle Bordeaux-Marktzyklen entscheidend.
Wichtige Prüfpunkte sind: Etikett (Randschäden, Ausbleichungen), Kapsel (untypische Reparaturen), Korkrand (Auslaufen, Schrumpfen), Füllstand (Ullage-Kategorie) sowie Datierung auf der Rücketikette. Bei Spitzenweinen wie Château Figeac lohnt sich zudem die Kontrolle der Provenienzdokumente, Rechnungsketten oder Lagerbestätigungen und gegebenenfalls die Konsultation von Auktionsergebnissen oder Fachgutachten zur Authentizität.
Der Füllstand (Ullage) ist ein zentraler Indikator für die Flaschenintegrität, besonders bei 1999er-Jahrgängen. Gängige Kategorien: HF (High Fill) = perfekt, IN (Into Neck) = sehr gut, TS (Top Shoulder) = akzeptabel bei Weinen älter als 15–20 Jahre, VHS (Very High Shoulder) = erste Oxidationszeichen möglich, MS/LS (Mid/Low Shoulder) = hohes Risiko für Fehler. Für einen 1999er gelten IN bis TS im Allgemeinen als akzeptabel; VHS vermindert die Zuverlässigkeit, MS/LS sollte man vermeiden oder nur mit voller Risikoakzeptanz kaufen.
Château Figeac ist ein renommiertes Weingut in Saint-Émilion auf der rechten Gironde-Seite in Bordeaux. Typisch für Figeac sind sehr kieshaltige, grobkörnige Böden und eine vergleichsweise hohe Anbaufläche mit Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc im Verschnitt, wodurch der Stil oft strukturierter und tanninbetonter als bei vielen anderen Right-Bank-Weinen ausfällt. Diese Terroir- und Rebsorten-Kombination verleiht den Weinen Langlebigkeit und klar definierte mineralische Noten.
Viele Exemplare aus 1999 sind heute reif und zeigen komplexe tertiäre Aromen; das Trinkfenster hängt stark von Lagerung und Füllstand ab, wird jedoch oft als 'jetzt bis in die nächsten 5–15 Jahre' angegeben. Vor dem Servieren empfiehlt sich bei gereiften Bordeaux-Weinen eine schonende Karaffierung oder kurzes Dekantieren von 30–60 Minuten, um Sedimente zu klären und die Aromatik zu öffnen. Sehr fragile, stark gealterte Flaschen sollten vorsichtig geöffnet und nur kurz belüftet werden.
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