55 €
12 x aus OHK verfügbar
Château Chasse‑Spleen wird klassisch als Bordelaiser Cuveé aus Cabernet Sauvignon und Merlot vinifiziert, häufig ergänzt durch Cabernet Franc und Petit Verdot. Cabernet Sauvignon trägt Struktur, Tannin und Lagerfähigkeit bei, Merlot schenkt Frucht und Zugänglichkeit, Petit Verdot kann Farbe und Würze verstärken. Diese Mischung ergibt bei guter Flaschenreife komplexe Aromen und ein ausgewogenes Reifemuster.
Reife Bordeaux aus 1998 sind oft sensibler als junge Weine. Serviertemperatur: 15–17 °C. Beim Dekantieren zuerst den Flaschenboden prüfen (Sediment) und vorsichtig in eine Karaffe umgießen; bei fragiler Struktur lieber nur kurz (20–45 Minuten) atmen lassen statt stundenlang zu dekantieren. Robuste Exemplare vertragen etwas längere Belüftung. Ein burgundisches oder bordeauxförmiges Glas mit breiter Schale unterstreicht Aromen und Struktur.
Château Chasse‑Spleen ist ein traditionsreiches Weingut im Médoc, genauer in der Appellation Moulis‑en‑Médoc. Die Lagen zeichnen sich durch kiesige Kiesel‑ und Tonböden aus, die gute Drainage und Reife für Cabernet Sauvignon und Merlot ermöglichen. Chasse‑Spleen ist bekannt für konzentrierte, strukturiere Weine mit klarer Bordelaiser Identität: dichte Frucht, markante, aber reife Tannine und ein gutes Potenzial zur Alterung.
OHK steht für Original‑Holzkiste (Original Wooden Case) und bezeichnet die ursprüngliche Verpackung des Weinguts. Für Sammler und Käufer ist eine OHK wichtig für die Provenienz und den Wiederverkaufswert: sie signalisiert oft ununterbrochene Lagerung und vollständige Sets (z. B. 6er oder 12er). Auf dem Sekundärmarkt kann eine intakte Original‑Holzkiste bessere Preise erzielen, weil sie Authentizität und schonende Archivierung nahelegt.
Bei alten Bordeauxflaschen sind Füllstand und Korkzustand entscheidend. Gängige Begriffe sind HF (High Fill), IN (Into Neck), TS (Top Shoulder), VHS (Very High Shoulder), MS/LS (Mid/Low Shoulder). Für einen 1998er gelten HF bis IN als ausgezeichnet, TS als akzeptabel, VHS oder MS/LS weisen auf erhöhtes Oxidationsrisiko hin. Achten Sie zusätzlich auf Korkrisse, auslaufenden Wein am Hals oder ungewöhnliche Rückstände unter der Kapsel — all das beeinflusst Trinkbarkeit und Wert.
1998 war in vielen Teilen Bordelais ein sehr warmer, reifer Jahrgang mit reichhaltigen, sonnenverwöhnten Weinen. Für einen Chasse‑Spleen 1998 bedeutet das in der Regel eine opulente Fruchtausprägung und feste Gerbstoffe, die dem Wein eine langjährige Lagerfähigkeit geben. Heute, mehr als zwei Jahrzehnte später, zeigen solche Flaschen oft sekundäre und tertiäre Aromen (Unterholz, Leder, getrocknete schwarze Früchte) bei noch spürbarer Struktur.
Wichtige Kriterien sind lückenlose Provenienz, konstante, kühle und dunkle Lagerung, Füllstand (HF/IN bevorzugt), intakte Kapsel und Originalverpackung (OHK kann Mehrwert bringen). Ebenfalls relevant sind Kritikermeinungen (z. B. Robert Parker/Wine Advocate, James Suckling, Vinous) und Vergleichspreise auf Auktionen und im Fachhandel. Diversifikation, Geduld und die Bereitschaft, Flaschen vor dem Verkauf professionell begutachten zu lassen, gehören zur erfolgreichen Sekundärmarkt‑Strategie.
Ein gereifter Chasse‑Spleen harmoniert mit geschmorten Lammgerichten, gebratenem Rindfleisch, Wild (z. B. Reh) und intensiven Pilz‑ oder Trüffelzubereitungen. Auch gereifte Hartkäse oder komplexe, erdige Beilagen (Wurzelgemüse, Rahmspinat) passen gut. Bei älteren Flaschen sollte die Zubereitung die feinen tertiären Aromen unterstützen, ohne die Balance des Weins zu überdecken.
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