80 €
1x Château Clerc Milon 2020
Cru Classé aus Pauillac gehören zur sekundärmarktfähigen Kategorie, jedoch bestimmen Lagerzustand, Seltenheit, Kritikerbewertungen und Markttrends den Wert. Bewertungen von Kritikern wie Robert Parker / Wine Advocate oder Vinous können Preisbewegungen stark beeinflussen; außerdem sind korrekte Provenienz, OWC/OHK und makelloser Füllstand entscheidend für Marktliquidität. Investment bedeutet zudem Haltedauer, Lagerkosten und Diversifikation zu berücksichtigen — nicht jeder Bordeaux garantiert kurzfristige Renditen.
Für langfristige Lagerung gilt: konstant 11–14 °C, 60–75 % relative Luftfeuchtigkeit, lichtgeschützt und vibrationsfrei. Für den Service empfiehlt sich eine Temperatur von 16–18 °C; bei kühlerer Kellertemperatur kurz temperieren und vor dem Servieren dekantieren, falls erforderlich. Eine stabile Umgebung schützt Aromaentwicklung und Füllstand (Ullage).
Der Jahrgang 2020 brachte in Bordeaux allgemein hohe Reife, konzentrierte Frucht und reife, oft geschliffene Tannine. In Pauillac ergeben sich daraus dichte, körperreiche Weine mit klarer Cabernet-Präsenz und guter Balance zwischen Frucht und Säure. Bei Weinen dieser Qualitäts- und Herkunftsklasse ist 2020 besonders attraktiv für Freunde von kraftvollen, lagerfähigen Bordeaux.
Weine dieser Kategorie haben ein beträchtliches Alterungspotenzial: konservativ gerechnet 10–25 Jahre, in optimalen Lagerbedingungen oft noch länger. Die tatsächliche Trinkreife hängt von Faktoren wie Jahrgangscharakter, Fassausbau und Lagerung ab; viele Pauillac-Cru-Classés entfalten ab etwa 8–12 Jahren komplexe tertiary-Noten, erreichen ihren Höhepunkt aber häufig später.
Auf dem Sekundärmarkt sind Provenienz und Zustand entscheidend: Original-Holzkiste (OHK) bzw. Original Wooden Case (OWC) und Original Case (OC) erhöhen die Nachverfolgbarkeit, da sie oft Rückschlüsse auf adäquate Lagerung erlauben. Unbedingt Stehende Prüfung des Füllstands (Ullage) und des Etiketts: bei älteren Flaschen sind IN (into neck), TS (top shoulder) etc. relevante Begriffe; niedrige Füllstände wie Mid Shoulder oder Low Shoulder (MS/LS) deuten auf erhöhtes Risiko. Rechnungen, Lagerbestätigungen und Kontrolle auf Beschädigungen sind weitere Sicherheitsfaktoren.
Pauillac-Weine basieren überwiegend auf Cabernet Sauvignon, ergänzt durch Merlot, Cabernet Franc und gelegentlich Petit Verdot. Die Assemblage variiert je nach Parzelle und Stil des Weinguts, führt aber in der Regel zu einem Cabernet-dominanten Profil mit dunkler Frucht, straffen Tanninen und gutem Lagerpotenzial.
Junge, tanninreiche Bordeaux profitieren oft von 60–120 Minuten Dekantieren, um Duft und Frucht zu öffnen und Tannine etwas zu zähmen. Bei sehr jungen Exemplaren kann ein längeres Dekantieren sinnvoll sein; bei älteren Flaschen empfiehlt sich zunächst eine vorsichtige Verkostung ohne Dekantieren oder nur eine sehr kurze Schwenkung, um Sedimente zu schützen.
Château Clerc Milon ist ein klassischer Pauillac mit der strukturellen Signatur der Region: konzentrierte Cabernet-Charaktere, kräftige Tannine und ausgeprägte Lagerfähigkeit. Als Cru Classé der Klassifikation von 1855 kommt bei solchen Weinen häufig eine markante Struktur und Tiefe zum Ausdruck, die von den Kiesböden und dem maritimen Klima Pauillacs profitieren. Dieser Typus eignet sich sowohl für längere Reifephasen als auch für Genuss in gut gereiften Jahren.
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