Wie unterscheiden sich die Jahrgänge 2018, 2020 und 2022 hinsichtlich Stil und Lagerfähigkeit?
Jahrgänge wie 2018, 2020 und 2022 können sich deutlich unterscheiden: 2018 wird in vielen Regionen als reif und strukturiert beschrieben, oft mit guter Tanninstruktur und hohem Lagerpotenzial (bei Bordeaux-Weinen von Château Margaux oder Château Latour etwa sehr langlebig). 2020 brachte je nach Klima ausgewogene Säure und Fruchtausdruck, bei Burgundern wie Domaine de la Romanée-Conti oft früher zugänglich, aber ebenfalls lagerfähig. 2022 ist vielfach frischer und zugänglicher, ideal für mittelfristige Lagerung. Bei deutschen Spitzenbetrieben wie Weingut Keller entscheidet die Rebsorte und die Ausbauweise über das Reifepotential – Einzelflaschen sollten nach Analyse von Säure, Tannin und Extrakt bewertet werden.

Weitere Fragen zu diesem Thema: