Was bedeutet die Bezeichnung trocken bei deutschen Rieslingen und welche Regeln gelten dafuer
In Deutschland bezeichnet „trocken“ einen Wein mit geringem Restzuckergehalt. Gesetzlich gilt: Weine mit bis zu 4 g/l Restzucker gelten als trocken; Weine mit bis zu 9 g/l können ebenfalls als trocken etikettiert werden, wenn die Säure den Zucker um höchstens 2 g/l übersteigt. Bei Riesling ist das Säureprofil oft hoch, weshalb viele trockene Rieslinge trotz etwas höherem Restzucker als straff und trocken empfunden werden. Der Begriff beschreibt also nicht nur Zucker, sondern das sensorische Gleichgewicht zwischen Süße und Säure.
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