Wie unterscheidet sich eine Spätlese von Kabinett oder Auslese im deutschen Prädikatswein-System?
Spätlese, Kabinett und Auslese sind Prädikatsstufen im deutschen Weinrecht, die sich nach dem Reifegrad und Zuckergehalt der Trauben richten. Kabinett steht für leichtere, oft feinherbe oder trockene Weine, Spätlese für später gelesene Trauben mit mehr Restsüßepotenzial und dichterer Frucht, Auslese für selektiv gelesene, sehr reife Beeren mit gehobenem Süße- und Extraktgehalt. Die Stilistik kann je nach Winzer – auch bei Produzenten aus der Mosel wie Julian Haart – von trocken bis edelsüß variieren, wobei die Säure das Gleichgewicht maßgeblich bestimmt.