Wie unterscheiden sich gereifte Elsass- und Rheingau-Rieslinge im Glas?
Gereifte Rieslinge aus dem Elsass (z. B. Domaine Zind-Humbrecht, Trimbach, Hugel) zeigen häufig eine reife Kernobst- und Honignote, gut integrierte Säure und eine petrolige Mineralität, besonders bei älteren Gewächsen aus Kalk- oder Granitböden. Rheingauer Rieslinge (z. B. Weingut Robert Weil, Schloss Johannisberg) tendieren zu einer intensiven Mineralität, salziger Feinheit und zitrus- bzw. petroligen Aromen mit starker Säurebasis, die lange Frische bewahrt. Beide Regionen bieten reife Beispiele mit komplexen tertiären Aromen, aber Elsass-Weine neigen zu etwas fetterer Textur (bei Pinot Gris oder Gewürztraminer zudem exotische Noten), während Rheingau-Rieslinge oft eleganter und präziser im Säure-Spiel bleiben.
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