Eignen sich deutsche Kabinett‑Rieslinge als Anlageobjekt auf dem Sekundärmarkt?
Generell sind Kabinett‑Rieslinge weniger spekulativ als Großes Gewächs oder gereifte Auslesen, weil sie oft in größeren Mengen vinifiziert werden und weniger von reifelotterischen Sonderqualitäten leben. Ausnahme: Kabinett von herausragenden Lagen und Top‑Erzeugern (z. B. Markus Molitor, historisch bedeutende Fassungen von Von Othegraven oder ikonische Lagen wie Pettenthal/Zeltinger Himmelreich) können auf dem Sekundärmarkt Aufmerksamkeit erhalten. Entscheidende Faktoren für Investmentpotenzial sind Produzent, Lage, Jahrgang, Bewertung durch Kritiker (z. B. Vinous, Robert Parker, James Suckling) sowie makellose Lagerung und dokumentierte Provenienz.