Wie unterscheiden sich Lagerung und Reifepotenzial von Rot- und Weißwein?
Rot- und Weißweine folgen unterschiedlichen Reifekurven: kraftvolle Bordeaux-Rotweine können 10–50 Jahre brauchen, Burgunder-Rotweine wie aus der Côte d'Or zeigen oft ein feineres, früher zugängliches Reifepotenzial. Hochwertige Weißweine wie trockene Burgunder (z.B. Montrachet) oder gereifte Rieslinge von Weingut Keller (Klaus-Peter Keller) entwickeln über Jahrzehnte komplexe Aromen, während frische Kabinett- oder viele Sauvignon-Blanc-Stile binnen 2–8 Jahren ihre Trinkreife erreichen. Lagerbedingungen (konstante 10–14 °C, 60–75 % r.F., Dunkelheit, vibrationsfrei) sind für beide gleichermaßen entscheidend, unterscheiden sich aber in optimaler Trinkzeit je nach Terroir, Winzer und Jahrgang.
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