Was darf man sensorisch und chemisch von einem Tokaji Aszú aus dem Jahr 1988 erwarten?
Bei einem gereiften Aszú-Jahrgang wie 1988 sind tertiäre Aromen typisch: Honig, getrocknete Aprikosen, Orangenmarmelade, Kandis, Walnuss und leicht oxidative Noten. Die Farbe kann tiefer Bernstein bis Kupfer sein, die Süße bleibt vorhanden, während die Säure reif und integrierend wirkt. Chemisch ist der Restzuckergehalt hoch und die Säurestruktur oft ausreichend, um Frische zu bewahren. Die genaue Entwicklung hängt stark von Flaschenzustand, Lagerung und Verschluss ab; viele gut gelagerte Aszú-Flaschen gewinnen an Komplexität über Jahrzehnte.