Wie interpretiere ich die Jahrgänge 2011, 2012, 2013, 2014 und 2016 hinsichtlich Trinkreife und Ausbaupotenzial?
Bei der Beurteilung von Jahrgängen wie 2011, 2012, 2013, 2014 und 2016 kommt es weniger auf das Etikett als auf Säure, Tanninstruktur, Restzucker und Provenienz an. Ältere Jahrgänge (z. B. 2011/2012) können bereits tertiäre Aromen entwickelt haben, während jüngere (z. B. 2016) oft noch Frische und Lagerpotenzial besitzen. Entscheidend ist die Flaschenkondition: gute Füllstände, intakter Kork und dokumentierte Lagerhistorie erlauben längere Reifung; sichtbare Eintrübungen, tiefe Ullage oder starker Geruch bei der Probe sprechen gegen weitere lange Lagerzeit.
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