Wie beeinflussen die Jahrgänge 2012 und 2016 die Trinkreife und Lagerfähigkeit von Spätburgunder?
Jahrgangsunterschiede prägen Fruchtkonzentration, Säure und Tannin. Ein reiferer Jahrgang liefert häufig üppigere Frucht und weichere Tannine; ein kühleres Jahrgangsjahr kann höhere Säure und feingliedrigere Struktur bringen. Konkret: eine 2012er-Flasche befindet sich nach mehr als einem Jahrzehnt oft bereits in einer entwickelteren, tertiären Phase (dunklere Aromen, weichere Tannine), während eine 2016er noch primärfruchtige Anlage und gutes Reifepotenzial aufweisen kann. Entscheidend sind zudem Herkunft, Ertragsniveau und Ausbau – gut strukturierte Lagenweine reifen oft 8–20+ Jahre, während einfachere Ortsweine früher genossen werden sollten.
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