Was zeichnet Riesling aus den klassischen deutschen Anbaugebieten Mosel, Rheingau, Nahe und Pfalz aus?
Riesling zeigt je nach Herkunft sehr unterschiedliche Profile: Die Mosel (z. B. Weingut Dr. Loosen, Egon Müller) steht für filigrane Eleganz, steile Schieferlagen und ausgeprägte Säure-Mineralik. Der Rheingau (z. B. Schloss Johannisberg) liefert oft kraftvollere, burgundisch anmutende Rieslinge mit reifer Frucht und Langlebigkeit. Die Nahe (z. B. Weingut Dönnhoff) ist bekannt für komplexe, schieferdurchzogene Mineralik bei feiner Textur, während die Pfalz und Rheinhessen (z. B. Weingut Keller) wärmere, fruchtreichere Ausprägungen mit opulenteren Aromenspiel zeigen. Beim Vergleich hilft immer Produzentenwissen und Lagenkenntnis, da renommierte Erzeuger und Spitzenlagen maßgeblich Stil und Reifeverhalten bestimmen.