Wie wirken sich Jahrgänge wie 2011, 2016, 2019 und 2021 auf Trinkreife und Entwicklung aus?
Die Jahrgangscharakteristik beeinflusst Reife und Entwicklung deutlich: Ein 2011er-Riesling hat bei guter Lagerung oft bereits eine sekundäre Aromatik (Honig, Petrolnoten bei Reife) entwickelt und kann trinkreif bis weit gereift sein. Der 2016er zeigt häufig solide Säurestruktur und Potenzial für weitere Entwicklung. 2019 war in vielen Regionen ein warmer Jahrgang mit reifen Fruchtanklängen und guter Konzentration; solche Weine können sowohl attraktiv jung als auch über Jahre reifen. 2021er sind in der Regel jünger, oft präzise in der Frucht und mit frischer Säure – bei Spitzenlagen besteht aber langfristiges Alterungspotenzial. Entscheidend sind Produzent, Lage und Kellerbehandlung.
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