Was zeichnet Beaujolais-Crus wie Morgon, Moulin-à-Vent und Fleurie sensorisch und strukturell aus?
Die Cru-Lagen des Beaujolais entwickeln deutlich unterschiedliche Profile trotz gleicher Rebsorte. Morgon liefert meist dunkle Steinfrucht, erdige Noten und eine ausgeprägte Substanz, wie sie bei Erzeugern wie Jean Foillard oder Marcel Lapierre zu finden ist. Moulin-à-Vent gilt als der tanninreichste Cru mit burgundischer Dichte und Lagerfähigkeit; hier überzeugen Weine von historisch starken Parzellen mit kräftiger Struktur. Fleurie steht für blumige, feingliedrige Rotweine mit eleganter Säure, während Côte de Brouilly und Brouilly eher würzige, mineralische und zugängliche Charaktere zeigen (Beispiele: Château Thivin für Côte de Brouilly). Diese Unterschiede bestimmen Trinkreife, Lagerpotenzial und passende Speisenbegleitung.