Was bedeutet Batonnage und wie beeinflusst diese Kellertechnik den Weinstil?
Batonnage ist das wiederholte Auffrühren der Feinhefe (Lesesediment) im Gär- oder Lagertank und wird besonders bei restsüßen und trockenen Burgundern oder Chardonnays angewendet. Durch Batonnage entwickeln sich autolytische Aromen (Brioche, Butter, Haselnuss), die Textur wird cremiger und die Säure wirkt eingebunden. Produzenten wie Domaine Leflaive, Kistler oder Domaine des Comtes Lafon nutzen gezielte Batonnage, um Struktur und Länge zu erhöhen; bei Übermaß kann sie jedoch Reduktivnoten oder zu viel Schwere fördern.