Was bedeutet Battonage und wie beeinflusst diese Hefelagerung den Wein?
Battonage bezeichnet das wiederholte Aufrühren der auf der Maische oder im Faß abgesetzten Hefen (Sur Lie) während oder nach dem biologischen Ausbau. Bei Weissweinen führt Battonage zu mehr Cremigkeit, größerem Mundgewicht und oft leichtem Brioche- oder Nussaroma durch Autolyse. Typische Anwender dieser Arbeitstechnik finden sich im Burgund bei Produzenten wie Domaine Leflaive oder Jean-Marc Roulot, aber auch in Spitzenbetrieben außerhalb Frankreichs, etwa bei Weingut Keller in Rheinhessen. Die Intensität der Battonage, Holzkontakt und Säurestruktur des Grundweines bestimmen, ob die Technik dem Wein zusätzliche Reife- und Lagerfähigkeit verleiht oder ihn eher früh zugänglich macht.