Unterscheiden sich Terroir-Ausdruck und Klassifikationssysteme zwischen Burgund, Bordeaux und Deutschland?
Ja. Im Burgund sind Mikroterroirs und einzelne Parzellen (Premier/Grand Cru) zentral; die Appellationsstruktur belohnt kleinräumige Unterschiede (Cru-Konzept, AOC/AOP). Bordeaux arbeitet stärker mit Assemblagen und klassifiziert oft Weingüter (Classifications) statt einzelner Parzellen; hier dominieren Bodenmischungen und Rebsortenkompositionen. In Deutschland spielt die Lagenbezeichnung (Grosse Lage/GG, Erste Lage, Kabinett bis TBA) und das Prädikatssystem eine größere Rolle; Riesling zeigt terroirspezifische Mineralität besonders bei Schiefer- und Lössböden. DOC/DOCG, AOC und andere Systeme regeln Herkunft und Qualitätsstandards länderspezifisch.
Weitere Fragen zu diesem Thema:
- •Wie sollte man ein Weinpodcast-Tasting sensorisch begleiten, damit Aromen klar wahrnehmbar sind?
- •Beeinflusst eine zwanglosere Verkostungsatmosphäre (Adiletten‑Mentalität) die Weinwahrnehmung und wie geht man damit professionell um?
- •Wie beurteilt man Füllstand (Ullage) bei älteren Weinen und welche Kategorien gibt es?
- •Wie lagert man langfristig Weine aus Bordeaux, Burgund oder deutschen Spitzenlagen optimal?
- •Was bedeutet OHK / OC / OWC und warum ist das für Provenienz und Wert wichtig?
- •Was versteht man unter Terroir und wie prägt es den Charakter eines Weins?
- •Welche Bedeutung haben Kritiker-Noten (Robert Parker, James Suckling, Vinous) für Sekundärmarkt und Investitionen?