40 €
eine Flasche. Weinlagerschrank gelagert.
Kritiker wie Robert Parker/Wine Advocate (WA), James Suckling (JS), Vinous (VN), Jancis Robinson (JR) und Jeb Dunnuck (JD) liefern Orientierung: Punkte geben Stil- und Qualitätsrahmen, enthalten aber persönliche Präferenzen. Für Ankauf und Lagerung auf Konsistenz der Bewertungen, Trinkfensterempfehlungen und Verkostungsnotizen achten; ein hoher Score plus positive Altersentwicklung und sauberer Füllstand sprechen für sichere Käufe.
Aglianico ist eine autochthone Süditalien-Rebsorte, bekannt für kräftige Tannine, lebendige Säure und Aromen dunkler Beeren, getrockneter Kräuter, Tabak und mineralische Noten. Struktur und Lagerfähigkeit machen Aglianico vergleichbar mit langlebigen Sorten wie Nebbiolo; Jahrgang, Terroir und Ausbau (große Tonne vs. Barrique) beeinflussen Stil und Trinkreife. Bekannte Erzeuger, die die Bandbreite zeigen, sind Mastroberardino, Feudi di San Gregorio, Terredora und Elena Fucci.
Ein Aglianico um 40 Euro liegt oft im soliden Einstiegs- bis Mittelsegment: gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, wenn Wein Charakter, gute Reife und saubere Herkunft zeigt. Spitzen-Taurasi oder gereifte Lagenweine etablierter Erzeuger wie Feudi di San Gregorio oder Terredora können deutlich teurer sein; Investitionen in einzelne Flaschen sollten auf Produzentenreputation, Jahrgangsbewertungen und Füllstand basieren.
OHK steht für Original-Holzkiste (Original Wooden Case), OC bzw. OWC ebenfalls gängige Abkuerzungen. Für Sammler und den Sekundaermarkt erhoeht eine intakte Original-Holzkiste oft den Wiederverkaufswert, da sie Provenienz dokumentiert und Transportschutz bietet. Bei Investitionskäufen ist die Kombination aus OWC, guter Lagerhistorie und hohen Bewertungen ein Pluspunkt.
Im Weinlagerschrank gilt: konstante Temperatur 12–14 °C, relative Luftfeuchte 60–75 %, dunkle, vibrationsarme Umgebung und lagern der Flaschen waagrecht bei 0,75 l, damit der Korken feucht bleibt. Temperaturwechsel vermeiden, Etiketten schützen und Flaschen nicht neben warmen Geräten platzieren. Für bereits reife Aglianico je nach Stil gelegentliches Prüfen des Füllstands (Ullage) empfehlen.
Taurasi DOCG (Kampanien, Provinz Avellino) produziert oft kraftvolle, sehr lagerfähige Aglianico mit dichter Tanninstruktur; prominente Erzeuger sind Mastroberardino, Feudi di San Gregorio und Terredora. Aglianico del Vulture (Basilikata, Vulkanboden des Monte Vulture) zeigt häufig mehr mineralität und feiner abgestufte Frucht durch vulkanische Böden; typische Erzeuger im Vulture-Gebiet (z.B. Cantina del Notaio) betonen diese Charakteristik. DOCG vs. DOC reflektiert zudem formale Qualitäts- und Produktionskriterien.
Der Füllstand (Ullage) ist ein Indikator für Lagerzustand: HF (High Fill) und IN (Into Neck) sind ideal; TS (Top Shoulder) ist bei sehr alten Flaschen noch akzeptabel. VHS (Very High Shoulder), MS (Mid Shoulder) und LS (Low Shoulder) deuten auf Einfluss von Sauerstoff und erhöhtes Risiko hin. Bei Aglianico, das Jahrgangstendenzen und Ausbau zeigt, ist eine visuelle Prüfung vor Kauf oder Öffnen ratsam.
Flaschenformat beeinflusst Reifetempo: Magnums (1,5 l) reifen langsamer und oft eleganter als 0,75 l-Standardflaschen. Der Ausbaustil (große Foudre vs. kleine Barriques) steuert Tanninlösung, Holznoten und mikrooxidativen Einfluss; lange Maischestandzeiten und größere Holzgefäße begünstigen Klassikernoten und Lagerpotenzial. Produzenten wie Mastroberardino verwenden traditionelle und moderne Methoden, um verschiedene Altersprofile zu erzielen.
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