170 €
1 Flasche zu haben
Wesentliche Kriterien sind lückenlose Provenienz, professioneller Lagernachweis, intakte Etiketten und bevorzugt hohe Füllstände (HF/IN). Original‑Holzkisten (OHK/OWC) erhöhen oft den Marktwert und die Nachverfolgbarkeit. Vergleiche mit Auktionsresultaten großer Häuser (z. B. Christie's, Sotheby's), Bewertungen von Kritikern wie Vinous, Robert Parker oder James Suckling und die Reputation des Produzenten (z. B. Comtes Lafon, Coche‑Dury, Roulot) geben preisliche Orientierung. Weitere Punkte: Transaktionskosten (Aufgeld, Mehrwertsteuer), Versicherung, professionelle Lagerung und die Frage, ob es sich um Einzelstücke oder mehrere Flaschen handelt — all das beeinflusst Rendite und Handelsfähigkeit.
Meursault harmoniert exzellent mit reichhaltigen Meeresfrüchten (Hummer, Jakobsmuscheln) und Gerichten mit sahniger Sauce wie Beurre Blanc. Auch gebratenes Geflügel, Kalbsgerichte, Pilzrisotto oder feine Trüffelzubereitungen ergänzen die nussigen und butterigen Noten. Gereifter Comté oder andere halbfeste Käse unterstreichen die cremige Textur; bei fettreicheren Speisen ist ein etwas kühlerer Servicetemperaturbereich empfehlenswert, um Frische zu bewahren.
Meursault steht für chardonnaygeprägte Burgunder mit reichhaltiger, cremiger Textur und Noten von reifer Birne, Pfirsich, Mirabelle, gerösteten Haselnüssen sowie feiner Butter- und Vanillewürze durch Holzausbau. Der Jahrgang 2018 brachte in Burgund allgemein warme, reife Weine mit konzentrierter Frucht und guter Substanz; das Resultat sind oft vollere, zugängliche Meursaults mit ausreichend Säure, um Balance und Alterungspotenzial zu sichern. Spitzenbetriebe wie Domaine des Comtes Lafon, Domaine Coche-Dury, Domaine Roulot oder Domaine Leflaive zeigen in 2018 besonders ausgeprägte Komplexität und Lagerfähigkeit.
Langfristige Lagerung: konstant kühl (idealerweise 10–13 °C), geringe Licht- und Vibrationseinwirkung, 60–80 % Luftfeuchtigkeit und horizontale Flaschenlagerung zur Befeuchtung des Korkens. Serviertemperatur: 11–13 °C für feinere Meursaults, 12–14 °C bei sehr opulenten Jahrgangsausprägungen. Ein 2018er Meursault profitiert oft von 30–60 Minuten Dekantieren, um Aromen zu öffnen; bei höchstwertigen Flaschen von Coche‑Dury oder Roulot kann geduldiges Öffnen mit kürzerem Dekantieren ratsam sein, um die feine Mineralität zu erhalten.
Ein Négociant oder Abfüller kauft Trauben oder fertigen Wein von Winzern und füllt unter eigenem Etikett ab; das unterscheidet ihn von einem Domaine, das ausschliesslich eigene Parzellen bewirtschaftet. Im Burgund existieren beide Wege parallel: renommierte Domaines (zum Beispiel Coche-Dury, Roulot, Comtes Lafon) heben häufig Terroir- und Lagencharakter hervor, während Négociants durch Selektion, Verschnitt und spezielle Fassbehandlung einen eigenen Stil prägen können. Für Kaufentscheidungen ist es wichtig, Herkunft, Abfülljahr und Herkunftszertifikate zu prüfen, weil Négociants unterschiedlich streng in der Qualitätssortierung sind.
OHK steht für Original‑Holzkiste und signalisiert, dass die Flasche in der ursprünglichen Holzkiste geliefert wurde; OWC bedeutet Original Wooden Case und OC steht für Original Case. VDP ist der Verband Deutscher Prädikatsweingüter, ein deutscher Qualitätsverband («Traubenadler»), und DRC bezeichnet Domaine de la Romanée‑Conti, das berühmte Burgunderhaus aus dem Côte d’Or. Diese Abkürzungen helfen bei Provenienzprüfungen, Bewertung des Zustands und Einordnung in Qualitätskontexte.
Der Füllstand ist ein zentraler Indikator für Flaschenzustand und mögliche Oxidation. Gängige Begriffe: HF (High Fill) und IN (Into Neck) sind sehr gut, TS (Top Shoulder) ist bei älteren Flaschen akzeptabel, VHS (Very High Shoulder), MS (Mid Shoulder) und LS (Low Shoulder) deuten auf fortgeschrittenen Flüssigkeitsverlust bzw. Oxidationsrisiko hin. Bei einem 2018er erwartet man heute überwiegend HF oder IN; ein TS wäre zwar noch unkritisch, VHS oder darunter sollten jedoch vorsichtig bewertet und, wenn möglich, im Kontext von Lagernachweisen und Fotos geprüft werden.
Viele Meursaults aus 2018 bieten jetzt Trinkspaß: reife Frucht, cremige Textur und weiche Tannine machen sie zugänglich. Das Lagerpotenzial variiert stark nach Produzent und Premier‑Cru/Lieu‑dit‑Status: Dorf‑Meursaults sind oft 5–15 Jahre attraktiv, während Spitzengewächse von Comtes Lafon, Coche‑Dury oder Roulot problemlos 15–30+ Jahre reifen können. Allgemein gilt: wer frische Fruchtnoten bevorzugt, sollte früher öffnen; wer tertiäre Nuancen und komplexe Texturen sucht, kann noch einige Jahre einplanen.
95 €
180 €
160 €
9999 €
190 €
150 €