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Hermitage-Weine profitieren von konstanter Lagerung bei 10–14 °C, 60–75 % Luftfeuchtigkeit und ohne starke Licht- oder Temperaturschwankungen. Für optimale Entwicklung empfiehlt sich eine Lagerung liegend zur Korkfeuchte und ausreichend Platz für lange Reifephasen; viele große Jahrgänge erreichen ihr Trinkfenster erst nach 10–20 Jahren. Vor dem Genuss ältere Flaschen vorsichtig handhaben und auf Füllstand (Ullage) sowie Etiketten und Korkzustand prüfen.
Im Weinjargon steht ‚Bomben‘ umgangssprachlich für opulente, kraftvolle und aromatisch intensive Weine mit hoher Konzentration und Dichte. Fachlich meint man damit oft reife Frucht, üppige Tannine und eine starke Extraktstruktur; bei Hermitage kann dieser Stil besonders bei Weinen von Guigal oder Chapoutier zutreffen, während Chave häufiger eine feingliedrigere, aristokratische Kraft zeigt.
Wichtige Nachweise sind Ladescheine, Händlerdokumente und original erhaltene Verpackungen wie OHK (Original-Holzkiste), OWC (Original Wooden Case) oder OC (Original Case). Die Füllstandskontrolle (Ullage) liefert Hinweise auf Lagerbedingungen: HF (High Fill) und IN (Into Neck) sind erstrebenswert, TS (Top Shoulder) akzeptabel bei älteren Weinen, während MS/LS (Mid/Low Shoulder) ein hohes Risiko darstellen. Echtheitsprüfung umfasst außerdem Etikettenvergleich, Korrosion des Korkens und auf Wunsch Gutachten oder Expertisen.
Rote Hermitage (Syrah) harmoniert hervorragend mit gegrilltem Lamm, Wildschmorgerichten, geschmorten Rinderschmorbraten und gereiftem Käse; weiße Hermitage (Marsanne/Roussanne) passt zu Geflügel mit Rahmsauce, gebratenem Fisch oder reifem Comté. Serviertemperatur für Rot 16–18 °C, für Weiß 10–12 °C; junge, dichte Hermitage sollten 1–3 Stunden dekantiert werden, sehr alte Flaschen vorsichtig karafiert oder direkt glasweise geöffnet.
Zu den Referenzweingütern der Hermitage gehören Jean-Louis Chave (klassische Tiefe und Alterungspotenzial), M. Chapoutier (kraftvoll, oft biodynamische Praxis), E. Guigal (druckvoll, konzentriert) und Paul Jaboulet Aîné (historische Tradition, La Chapelle als Ikone). Unterschiede zeigen sich in Stil, Ausbau (Eichenanteil, neue Barriques) und Flaschenreife: Chave und Jaboulet sind tendenziell auf Langlebigkeit ausgelegt, Guigal und Chapoutier können jünger zugänglich, aber ebenfalls sehr langlebig sein.
Der Marktwert hängt von Produzent, Jahrgang, Flaschenzustand, Format und Dokumentation ab. Höhere Renditen zeigen namhafte Erzeuger wie Jean-Louis Chave, deren seltene Jahrgänge von Kritikern wie Robert Parker (Wine Advocate), Vinous oder James Suckling hohe Bewertungen erhalten. Für Anleger zählen zudem Provenienz, Füllstand und OWC; langfristige Investitionen sind bei begrenzter Verfügbarkeit, positiven Kritikerbewertungen und lagerfähiger Stilistik aussichtsreich.
Ein Zweierpack erlaubt, eine Flasche früher zu öffnen und die andere für die langfristige Reife zurückzulegen, wodurch Geschmacksentwicklung und Flaschenvariation beobachtbar werden. Außerdem reduziert eine doppelte Menge Risiko durch Qualitätsunterschiede zwischen Flaschen, erleichtert Vergleiche von Trinkreife und Dekantierbedürfnis und ist praktisch bei gemeinsamen Dinners oder Verschenkoptionen.
Ermitage ist die deutsche Bezeichnung für Hermitage, eine renommierte Appellation im nördlichen Rhônetal. Auf der berühmten Schieferlage am Fluss produzieren Spitzenbetriebe wie Jean-Louis Chave, M. Chapoutier, E. Guigal und Paul Jaboulet Aîné charakterstarke Rotweine aus der Rebsorte Syrah sowie seltener weiße Cuvées aus Marsanne und Roussanne. Hermitage-Weine zeichnen sich durch Konzentration, Struktur und großes Lagerungspotenzial aus.
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