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ich biete eine Flasche aus meinem Keller an
Als Bordeaux-Cuvée dürfte ein Château Amelodie 1989 typische Komponenten wie Cabernet Sauvignon, Merlot und eventuell Cabernet Franc enthalten; das Verhältnis ist abhängig von der Appellation. Erwartbar sind dichte Fruchtnoten, reife Tannine und mit der Zeit tertiäre Aromen wie Leder, Tabak, Nuss und Waldbeeren sowie eine ziegelrote Randfarbe. Ausbau im Holz kann zusätzliche Vanille- und Gewürznoten liefern.
OHK (Original‑Holzkiste) bzw. OWC (Original Wooden Case) bezeichnet die vom Chateau gelieferte Holzkiste; sie ist für Sammler und den Sekundärmarkt relevant, weil sie Provenienz und Vollständigkeit unterstützt und beim Transport zusätzlichen Schutz bietet. Originalkisten können den Wiederverkaufswert und die Attraktivität für Auktionskäufer erhöhen, besonders bei älteren oder limitierten Jahrgängen.
Auf dem Sekundärmarkt sind Provenienz, Füllstand, Etikett- und Korkenzustand sowie eine lückenlose Lagerhistorie entscheidend für Preis und Vertrauen. Relevante Verkaufskanäle sind etablierte Auktionshäuser, Fachhändler und spezialisierte Online‑Plattformen; Marktpreise können stark schwanken und werden von Kritikerbewertungen (z. B. Robert Parker/Wine Advocate, James Suckling, Vinous) und Nachfrage beeinflusst. Kosten für Versand, Versicherung und eventuelle Expertise sollten bei der Preisfindung berücksichtigt werden.
Die Wertermittlung erfolgt über Vergleichswerte (Auktionsresultate, Händlerangebote), Zustand der Flasche (Ullage, Etikett, Kapsel), Provenienz, Alterungsgrad und Nachfrage nach dem Produzenten. Kritikerbewertungen und Jahrgangsreputation fließen ebenfalls ein. Verkaufskanäle reichen von spezialisierten Auktionatoren über Weinfachhändler bis zu seriösen Online-Plattformen; jeder Kanal beeinflusst das erzielbare Preisniveau.
Der Jahrgang 1989 in Bordeaux gilt allgemein als sehr gut bis ausgezeichnet; viele Lagen lieferten reife, konzentrierte Weine mit präziser Tanninstruktur. Für 1989er Bordeaux bedeutet das, dass viele Exemplare heute ihre primäre Reife-Phase durchlaufen haben und tertiäre Aromen wie Leder, Zedernholz und getrocknete Früchte zeigen; dennoch hängt die Trinkreife stark von Château, Lage und Lagerbedingungen ab.
Viele Bordeaux-Qualitäten aus 1989 befinden sich heute in ihrer Trinkreife oder haben diese erreicht, abhängig von Château und Ausbau. Beim Öffnen zuerst auf Farbe und Geruch prüfen, kleine Probe zum Einschätzen der Tannin- und Säurebalance nehmen, erst dann entscheiden, ob Dekantieren sinnvoll ist. Alte Flaschen können schnell nach Öffnung evolvieren; planen Sie daher die Menge der unmittelbar zu trinkenden Flaschen entsprechend.
Der Jahrgang 1989 zählt in Bordeaux zu den herausragenden Jahrgängen des späten 20. Jahrhunderts: allgemein warmes Reifewetter ergab sehr reife Trauben und dichte Tannine. Links- und Rechtsufer produzierten reife, langlebige Weine mit guter Säurestruktur, die bei geeigneter Lagerung Jahrzehnte halten können. Die genaue Qualität hängt jedoch immer von Lage, Château-Bewirtschaftung und Abfüllung ab.
Wichtige Indikatoren sind ein intaktes, originales Etikett ohne starke Verfärbung oder Fehlstellen, eine unbeschädigte Kapsel ohne Korrosion und ein sauberer Flaschenboden. Bei alten Bordeaux sollte außerdem der Füllstand stabil sein, der Korken keine sichtbaren Ausläufer zeigen und das Glas keine ungewöhnlichen Beschädigungen aufweisen. Bei Zweifeln empfiehlt sich eine professionelle Begutachtung oder Zertifizierung.
Die Standardflasche für Bordeaux ist 0,75 l; größere Formate wie Magnum (1,5 l) und Doppelmagnum altern langsamer und sind bei Langzeitlagerung oft bevorzugt. Kleinere Formate (0,375 l) sind weniger langlebig. Für die Bewertung und den Handel ist das Format wichtig, da es Einfluss auf Reifeverhalten, Sammlerinteresse und Preis hat.
Beim Prüfen des Füllstands gilt die Einordnung HF (High Fill), IN (Into Neck), TS (Top Shoulder), VHS (Very High Shoulder), MS/LS (Mid/Low Shoulder) als Standard: HF/IN sind bei alten Bordeaux ideal, TS akzeptabel bei älteren Jahrgängen, VHS bis MS/LS deuten auf erhöhtes Oxidationsrisiko hin. Immer Flasche gegen Licht halten, Füllstand bei Hals und Schulter dokumentieren und Veränderungen am Korkenrand oder Auslaufen beachten.
OHK steht für Original-Holzkiste und bestätigt oft die lückenlose Provenienz; eine vorhandene Original-Holzkiste kann sowohl Schutz bieten als auch den Marktwert steigern. Ähnliche Begriffe sind OC (Original Case) und OWC (Original Wooden Case). Begleitdokumente zur Lagerung und Originalverpackung verbessern Vertrauen bei Sammlern und Händlern.
Der Füllstand gibt wichtige Hinweise auf Versiegelungsqualität und Lagerbedingungen: HF (High Fill/hoher Füllstand) und IN (Into Neck/in den Hals) gelten als sehr gut, TS (Top Shoulder) ist bei über 15–20 Jahre alten Weinen noch akzeptabel. VHS (Very High Shoulder), MS (Mid Shoulder) und LS (Low Shoulder) weisen auf erhöhtes Oxidationsrisiko hin. Achten Sie zusätzlich auf intakte Kapsel, unbeschädigtes Etikett, sichtbare Beläge oder ungewöhnliche Gerüche beim Öffnen und auf die Menge an Depot im Glas.
Weine aus Bordeaux, wie solche von Château Amelodie, zeichnen sich durch eine klare Terroir‑Prägung, strukturierte Tanninbasis und oft durch Cuvées aus Cabernet Sauvignon, Merlot und Cabernet Franc aus. Typisch sind Balance zwischen Frucht, Säure und Tanninen sowie ein gutes Reifepotenzial, wodurch Bordeaux‑Weine sowohl jung kraftvoll als auch gereift komplex wirken können.
Optimale Lagerbedingungen sind konstant kühl (ca. 11–14 °C), dunkel, bei rund 60–75 % Luftfeuchtigkeit und vibrationsfrei gelagert, liegend zur Benetzung des Korkens. Solche Bedingungen verlangsamen Reifungsprozesse und erhalten die Frische; unsachgemäße Lagerung beschleunigt Oxidation und kann das Trinkfenster drastisch verkürzen. Vor dem Servieren kann ein 1989er je nach Zustand eine längere Karaffierzeit oder vorsichtiges Dekantieren benötigen.
Konstante Lagerbedingungen sind entscheidend: möglichst 10–14 °C, 60–75 % Luftfeuchtigkeit, dunkel und vibrationsfrei, Flaschen liegend, wenn der Korken noch intakt ist. Zum Servieren sollte die Temperatur bei 15–18 °C liegen; alte Bordeaux profitieren von vorsichtigem Dekantieren nur zur Trennung von Depot und kurzzeitiger Belüftung — 30 bis 90 Minuten sind üblich, bei sehr empfindlichen Exemplaren eher kürzer.
Relevante Unterlagen sind Kaufbelege, Auktionszettel, Lagerungsnachweise und gegebenenfalls Altersgutachten. Wichtige Fotos zeigen Vorder- und Rücketikett, Kapsel, Flaschenboden, Füllstand (Ullage) sowie die komplette Original-Holzkiste, falls vorhanden. Je vollständiger die Dokumentation, desto einfacher die Einschätzung von Echtheit, Lagerhistorie und Wert.
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