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Die ideale Temperatur richtet sich nach der Rebsorte: Für Saar-Riesling 8–10 °C, für Spätburgunder (Pinot Noir) 14–16 °C. Zum Gericht: reifere Rieslinge harmonieren gut mit kräftigeren Fischgerichten, gebratenem Geflügel oder asiatisch gewürzten Speisen; gereifte Spätburgunder passen zu Pilzgerichten, Lamm oder gereiftem Käse. Kleine Portionen und vergleichsweise feine Zubereitungen lassen die feine Säurestruktur und Terroirnoten besonders gut zur Geltung kommen.
Der Füllstand, auch Ullage genannt, gibt Hinweise auf die Haltbarkeit und Lagerhistorie. Gängige Kategorien sind HF (High Fill) – perfekter Füllstand, IN (Into Neck) – sehr gut, TS (Top Shoulder) – akzeptabel bei Weinen älter als 15–20 Jahre, VHS (Very High Shoulder) – erste Oxidationsanzeichen möglich, MS / LS (Mid Shoulder / Low Shoulder) – erhöhtes Risiko für Qualitätsverlust. Bei einem 2013er sollten HF oder IN anzutreffen sein; TS kann bei älteren Flaschen tolerierbar sein. Ungewöhnlich tiefe Ullage deutet auf schlechte Lagerung oder Undichtigkeiten hin.
Für die Lagerung gilt konstante Temperatur (idealerweise 10–12 °C), moderate Luftfeuchte (60–70 %) und Schutz vor Licht und Erschütterungen. Ein gut gelagerter Van Volxem 2013, besonders aus einer Einzellage wie Goldberg, kann je nach Ausbau und Rebsorte noch mehrere Jahre Lagerpotenzial besitzen; viele Saar-Rieslinge entwickeln über ein Jahrzehnt faszinierende Reifenoten, bei roten Exemplaren wie Spätburgunder verschiebt sich das Genussfenster entsprechend. Entscheidend sind Füllstand, Kapselzustand und bisherige Lagerbedingungen.
Bei Weinen aus der Saar, wie sie Van Volxem erzeugt, sind prägnante Säure, mineralische Noten und feingliedrige Textur charakteristisch. Ein 2013er kann aufgrund der Reife bereits tertiäre Nuancen zeigen (feine Honig-, Kräuter- oder getrocknete Fruchtanklänge) ohne die ursprüngliche Frische zu verlieren. Die genaue Aromatik hängt von der Rebsorte ab – Riesling betont Frische und Schiefermineralität, Spätburgunder (Pinot Noir) zeigt eher rote Frucht und erdige Noten.
Sammlerwert entsteht durch Kombination aus Reputation des Erzeugers (Van Volxem), Lagenqualität (Einzellagen wie Goldberg), Jahrgangscharakter und Zustand der Flasche. Anlageaspekte: geringe Verfügbarkeit, positive Kritikerstimmen und perfekte Provenienz erhöhen Wertsteigerungspotenzial. Jedoch sind Langfristlagerung, sichere Lagerungskosten und Marktfluktuationen zu berücksichtigen. Für seriöse Entscheidungen sollten aktuelle Auktionspreise und Fachbewertungen geprüft werden, ohne auf einzelne, unbestätigte Aussagen zu bauen.
Ob und wie lange dekantiert werden sollte, hängt von Rebsorte und Zustand ab. Bei gereiften Rieslingen ist Dekantieren selten nötig; gelegentlich entfernt ein vorsichtiges Umfüllen Sedimente und öffnet Aromen. Bei älteren Spätburgundern oder kraftvoll ausgebauten Rotweinen empfiehlt sich eine behutsame Dekantierzeit von 30–60 Minuten, bei sehr gereiften Exemplaren lieber nur kurz und mit gutem Licht, um Sedimente nicht aufzuwirbeln. Immer vorher Flasche aufrecht stellen, langsam und kontrolliert umgießen.
Goldberg ist als Lagenname in deutschen Weinbaugebieten gebräuchlich und steht häufig für eine spezifische Einzellage mit eigenständigem Terroir. Van Volxem aus der Saar arbeitet mit klarer Lagenorientierung: Ein Einzellagenname wie Goldberg signalisiert bei Flaschen von Van Volxem, dass der Wein auf eine bestimmte Parzelle zurückzuführen ist, die Mineralität, Bodencharakter und mikroklimatische Einflüsse prägt. Solche Lagenweine werden deshalb oft separat vinifiziert und überzeugen Liebhaber durch präzise Herkunftscharakteristika.
Wichtige Prüfpunkte sind lückenlose Provenienznachweise (Kaufbelege, Lagerbestätigungen), intakte Kapsel und Etikett, adäquater Füllstand sowie Fotodokumentation. Händler- oder Auktionsprovenienz erhöht die Vertrauenswürdigkeit. Zudem zahlt sich Recherche zu Jahrgangscharakteristika, Produktionsmengen und Expertenbewertungen aus: Bewertungen von Robert Parker (Wine Advocate), James Suckling, Vinous oder Jancis Robinson können Nachfrage und Marktwert beeinflussen. Vorsicht bei auffälligen Preisabweichungen ohne Nachweis der Lagergeschichte.
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