90 €
1 Flasche
Die Bezeichnung '1 Flasche' bezieht sich meist auf eine Standardflasche mit 0,75 Liter Inhalt. Dieses Format ist international am gebräuchlichsten; darüber hinaus gibt es Halbflaschen (0,375 l), Magnum (1,5 l) und größere Formate wie Doppelmagnum oder Imperial. Für Lagerung, Trinkbereitung und Reifeverhalten sind diese Volumina relevant: größere Formate reifen langsamer und können längere Haltbarkeit bieten.
OHK steht für Original-Holzkiste, OC für Original Case und OWC für Original Wooden Case. Solche Originalverpackungen dokumentieren Herkunft und vollständige Provenienz und erhöhen bei sammlerischen Weinen oft den Marktwert, da sie auf kontrollierte Lagerung schließen lassen. Beim Wiederverkauf wirken Flaschen mit intakter OHK/OC/OWC vertrauenswürdiger gegenüber Käufern und Auktionen, vorausgesetzt Etiketten, Kork und Füllstand sind ebenfalls in gutem Zustand.
Châteauneuf-du-Pape kann sammlerisch und investitionsorientiert interessant sein, insbesondere renommierte Domaines und herausragende Jahrgänge. Entscheidende Faktoren sind Produktionsmenge, Reputation des Weinguts, Lagerungsbedingungen, originaler Verpackungszustand (z. B. Original-Holzkisten), lückenlose Provenienz und Füllstand. Anders als bei Bordeaux‑Klassikern schwanken Preise stärker mit Jahrgang und Nachfrage; daher sind sorgfältige Recherche, Lagernachweise und gegebenenfalls Expertengutachten wichtig.
Châteauneuf-du-Pape im südlichen Rhônetal zeichnet sich durch seine charakteristischen 'galets roulés' (runde Kiesel), kalk- und lehmreiche Böden sowie ein heißes, sonniges Klima aus. Die AOC erlaubt mehr als ein Dutzend Rebsorten; typisch sind stark fruchtbetonte, körperreiche Rotweine mit guter Reife und Struktur. Bekannte Referenzbetriebe in der Region sind etwa Château de Beaucastel, Domaine du Vieux Télégraphe oder Château Rayas, die das breite Spektrum der Appellation von kraftvoll bis eleganter Stilistik illustrieren.
Domaine Saint Préfert ist ein Erzeuger aus Châteauneuf-du-Pape und folgt der regionalen Tradition: Weine mit ausgeprägter Fruchtdichte, oft dominiert von Grenache, ergänzt durch Mourvèdre, Syrah und weitere dort zugelassene Sorten. Solche Domaines zeigen je nach Parzelle und Jahrgang unterschiedliche Balance zwischen Fülle, Würze und mineralischen Noten – ähnlich den stilistischen Bandbreiten, die man auch bei Château de Beaucastel oder Domaine du Vieux Télégraphe beobachten kann.
Beim Einkauf älterer Flaschen sind Füllstand und Etikettenschäden entscheidend: HF (High Fill) und IN (Into Neck) gelten als sehr gut; TS (Top Shoulder) ist bei Weinen älter als 15–20 Jahre noch akzeptabel. VHS (Very High Shoulder), MS (Mid Shoulder) oder LS (Low Shoulder) deuten auf erhöhtes Oxidationsrisiko hin. Beschädigte oder fehlende Etiketten, Korkrisse oder starke Verfärbung des Weins sind Warnsignale. Seriennummern, Rücketikett-Angaben oder ein vorhandenes Herkunftsdokument verbessern die Vertrauenswürdigkeit.
Die AOC Châteauneuf-du-Pape erlaubt über ein Dutzend Rebsorten; die wichtigsten Rotweinsorten sind Grenache, Syrah, Mourvèdre, Cinsault, Counoise und Vaccarèse. Grenache liefert reife rote Beeren, Fülle und Alkohol, während Syrah und Mourvèdre Struktur, Farbe und Tannin ergänzen. In vielen Traditionen der Appellation bildet Grenache das Rückgrat der Cuvées, ergänzt durch die anderen Sorten für Komplexität und Alterungspotenzial.
Junge bis mittelalte Châteauneuf-du-Pape-Weine profitieren oft von kurzem Dekantieren (30–90 Minuten), um Aromen zu öffnen und etwas Tannin zu mildern. Sehr alte Flaschen sollten hingegen vorsichtig probegedeckelt oder nur kurz dekantiert werden, um Sedimente zu schonen. Die ideale Trinktemperatur für kräftige südliche Rotweine liegt bei etwa 16–18 °C; etwas kühler serviert, wirken Frische und Aromatik prägnanter.
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