50 €
Eine Flasche von 1997
Wertbestimmend sind Produzentenname (Prestige von Château de Beaucastel, Domaine Rayas, Domaine du Pegau etc.), Jahrgangsqualität, Füllstand (Ullage), Flaschenzustand, Originalverpackung (OHK/OWC), Provenienz sowie Bewertungen renommierter Kritiker und Publikationen wie Wine Advocate (Robert Parker), James Suckling, Vinous oder Jancis Robinson. Angebot und Nachfrage auf Auktionsmärkten und der allgemeine Zustand beeinflussen ebenfalls den Preis.
Auf Echtheit achten: Etikettenzustand, Kapsel, Rücketikett, Stempelsiegel und eventuelle Korkabdrücke sollten konsistent sein. Originaldokumente wie Kaufbelege, Lagerbestätigungen des Händlers oder Auktionsprotokolle stärken die Provenienz. Bei Top-Erzeugern (z. B. Beaucastel, Rayas, Janasse) lohnt ein Abgleich mit bekannten Etikettenvarianten und im Zweifel eine Expertenbegutachtung.
Ein Châteauneuf-du-Pape aus 1997 kann heute tertiäre Aromen wie Leder, getrocknete Kräuter, Unterholz und Balsamika zeigen, bei zugleich verblassender Primärfrucht. Die Gerbstoffe sind meist abgerundet, die Säure moderat. Der genaue Zustand hängt von Produzent (z. B. Beaucastel vs. Rayas), Rebschnitt und Lagerbedingungen ab; viele Top-Produzenten liefern noch Trinkfreude, vorausgesetzt Flasche, Kork und Füllstand sind gut.
Grenache liefert Körper, reife rote Frucht und Alkohol, Mourvèdre steuert Struktur, Tiefe und langlebige Tannine, Syrah bringt Farbe, Pfeffrigkeit und dunkle Frucht. Je nach Produzent variiert die Gewichtung: Domaine du Pegau und Château de Beaucastel setzen oft auf dominante Grenache-Anteile mit Mourvèdre für Rückgrat, während andere Güter wie Domaine de la Janasse Syrah stärker integrieren.
Châteauneuf-du-Pape zählt zu den bekanntesten Appellationen der südlichen Rhône (AOC/AOP). Typisch sind weiche, kraftvolle Rotweine auf Kalk- und Kieselterrassen mit den berühmten galets roulés. Grenache bildet oft das Rückgrat der Cuvées, unterstützt von Mourvèdre und Syrah. Bedeutende Erzeuger, die den Stil prägen, sind etwa Château de Beaucastel, Domaine du Pegau, Domaine de la Janasse und Château Rayas, die jeweils unterschiedliche Interpretationen von Struktur, Frucht und Terroir zeigen.
Langfristig trocken, dunkel und bei konstanter Temperatur um 12°C lagern; stehende Temperaturschwankungen vermeiden. Vor dem Servieren senkrecht lagern, vorsichtig dekantieren und auf Sedimente achten. Gereifte Flaschen profitieren von kurzem Aerieren oder schonendem Dekantieren (30–120 Minuten je nach Zustand). Serviertemperatur 16–18°C und großes Burgunderglas für Aromenentfaltung.
OHK steht für Original-Holzkiste, OWC für Original Wooden Case und OC für Original Case. Für Sammler und beim Wiederverkauf sind Originalverpackungen wichtig, weil sie Provenienz und schonende Lagerung belegen können. Eine intakte OHK/OWC erhöht oft die Attraktivität und den Preis, speziell bei gereiften Weinen renommierter Erzeuger.
Ullage gibt Aufschluss über Alterungs- und Lagerverlauf: HF (High Fill) und IN (Into Neck) sind ideal. Bei über 20 Jahren sind TS (Top Shoulder) akzeptabel; VHS (Very High Shoulder) oder MS/LS (Mid/Low Shoulder) deuten auf längere Sauerstoffeinwirkung und Risiko hin. Eine 1997er-Flasche mit IN oder TS hat deutlich höhere Trink- und Wertprognosen als eine mit MS/LS.
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