95 €
Preis pro Flasche 2x vorhanden
Bei einem über 25 Jahre alten Bordeaux gelten unterschiedliche Füllstandskategorien: HF (High Fill) und IN (Into Neck) sind ideale Zustände, TS (Top Shoulder) ist bei älteren Flaschen akzeptabel. VHS (Very High Shoulder), MS (Mid Shoulder) oder LS (Low Shoulder) weisen auf erhöhtes Oxidationsrisiko hin. Die Bewertung erfolgt visuell am Hals der Flasche; kleine Auffüllungen durch Verdunstung sind normal, entscheidend ist, dass Kork und Etikett intakt sowie keine übermäßige Auslaugung oder Undichtigkeiten erkennbar sind.
OHK steht für Original‑Holzkiste und bezeichnet die vom Weingut gelieferte Holzkiste beziehungsweise das Original Wooden Case (OWC). Für Sammler hat die OHK Bedeutung für Provenienz und Werterhalt: eine intakte Originalkiste schützt die Flaschen besser bei Lagerung und Transport und erhöht oft die Attraktivität bei Wiederverkauf, weil sie Hinweise auf ununterbrochene Lagerung und Herkunft liefert.
Ältere Bordeauxflaschen profitieren oft von vorsichtigem Dekantieren, um Ablagerungen zu entfernen und den Wein behutsam zu öffnen. Bei einem 1996er empfiehlt sich vorsichtiges Umgießen vor dem Servieren und ein kurzer Lufthauch von 30–90 Minuten je nach Zustand; manche gereiften Exemplare brauchen weniger Zeit als junge Weine. Die ideale Trinktemperatur liegt bei 16–18 °C, um Frucht, Säure und tertiäre Aromen ausgewogen zur Geltung zu bringen.
1996 gilt in Bordeaux als warmer, sehr reifer Jahrgang mit guter Konzentration und reifen Tanninen. In Pessac‑Léognan produzierten Toplagen dichte, langlebige Weine mit schwarzer Frucht, Tabak- und Graphitnoten sowie solidem Säuregerüst. Viele Weine dieses Jahrgangs entwickelten über Jahre komplexe tertiäre Aromen, weshalb etablierte Güter aus Graves auch heute noch Trinkpleasure oder weiteres Ausbaupotenzial bieten, abhängig von Flaschenzustand und Ausbauqualität des jeweiligen Châteaus.
Die Angabe „pro Flasche“ bezieht sich auf den Preis je Einzel‑Flasche. Das gebräuchliche Standardformat für Bordeaux ist die 0,75‑Liter‑Flasche (75 cl). Für Sammler und Investoren sind auch Magnum (1,5 l) und andere Formate relevant, da größere Formate oft langsamer altern und bei gereiften Weinen größere Genussstabilität bieten.
Der Marktwert wird maßgeblich von Provenienz (durchgängige Lagerkette), Flaschenzustand (Füllstand, Kork, Etikett), kritischen Bewertungen (z. B. Robert Parker/Wine Advocate, Vinous, James Suckling), Jahrgangsqualität, Seltenheit und Nachfrage bestimmt. Auktionsresultate, Händlerpreise und jüngste Vergleichsverkäufe liefern Orientierung. Für eine verlässliche Einordnung sollten alle Faktoren zusammen betrachtet und gegebenenfalls ein Gutachten oder eine Expertenmeinung eingeholt werden.
Château Les Carmes Haut‑Brion ist ein Weingut aus dem Bordeaux-Gebiet, genauer aus Pessac‑Léognan in der Region Graves. Die Parzellen liegen in unmittelbarer Nachbarschaft zu klassischen Cru‑Lagen wie Château Haut‑Brion. Typisch sind kies‑ und lehmhaltige Böden, die den reinsortigen und assemblagebasierten Rotweinen Struktur und feinkörnige Tannine verleihen. Les Carmes Haut‑Brion produziert sowohl Rot‑ als auch Weißweine; bei den Roten dominiert meist eine Cuvée aus Merlot, Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc mit gelegentlichem Einsatz von Petit Verdot.
Ein gereifter 1996er aus Pessac‑Léognan zeigt häufig ein Wechselspiel aus dunkler Frucht (schwarze Kirsche, Cassis), edlen Holznoten, Tabak, Leder und erdigen, mineralischen Nuancen. Mit zunehmendem Alter treten tertiäre Aromen wie getrocknete Kräuter, Zedernholz und Unterholz stärker hervor. Die Tannine sind bei sorgsam ausgebauten Weinen meist geschliffen, die Säure sorgt für Frische. Natürlich hängt das Aromaprofil stark von Flaschenpflege und Füllstand ab.
0 €
100 €
85 €
280 €
290 €