200 €
2 Flaschen Rotwein Jahrgang 1978.
Rechnungen oder Lieferscheine mit durchgehender Lagerhistorie, Auktionslose, Fotodokumentation von Etikett, Hals, Capsule und Füllstand sowie eventuelle Gutachten sind zentral. Original‑Holzkisten (OHK/OWC) oder offizielle Lagerbestätigungen steigern Glaubwürdigkeit; zudem helfen bekannte Lagerhäuser oder Händlergarantien bei der Bewertung. Je vollständiger die Dokumentation, desto geringer das Risiko beim Kauf und desto transparenter die Preisfindung.
Transport nur gepolstert, temperaturstabil (idealerweise 12–18 °C) und schockfrei; längere Erschütterungen und hohe Temperaturen beschleunigen Alterungsprozesse. Vor dem Servieren empfiehlt sich vorsichtiges Öffnen mit einem sauberen Korkenheber, langsames Dekantieren durch ein Sieb oder eine Karaffe, um Depot zu entfernen, und Serviertemperatur von etwa 14–16 °C. Bei sehr alten Flaschen ist es sinnvoll, nur kleine Mengen zu dekantieren und die erste Probe vor dem Gast zu kosten.
Zu den renommierten Erzeugern, deren Flaschen am Sekundaermarkt hohe Beachtung finden, zählen unter anderem Domaine Armand Rousseau, Domaine Dugat‑Py, Jean‑Marie Fourrier und größere Häuser wie Louis Jadot als Négociant mit historischen Abfüllungen. Sammler achten neben dem Namen auch auf Jahrgang, Lage (z. B. Grand Cru vs. Premier Cru) und dokumentierte Lagerhistorie: bei Top‑Erzeugern wirkt sich dies besonders stark auf die Werthaltigkeit aus.
Die Wertermittlung beruht auf Produzent, Lage, Jahrgangsreputation, Füllstand, Etikettenzustand und lückenloser Provenienz. Marktpreise orientieren sich an letzten Auktionsresultaten, Händlerlisten und Bewertungen durch Kritiker wie Robert Parker (Wine Advocate), James Suckling oder Vinous, wobei für ältere Jahrgänge die physische Zustandsprüfung oft entscheidender ist als Punkte. Für Investmentzwecke empfiehlt sich dokumentierte Lagerhistorie, zertifizierte Echtheit und Versicherung; Einzelne Flaschen können stark in Wert variieren, deshalb sind Vergleichsangebote und professionelle Begutachtung essenziell.
OHK steht für Original‑Holzkiste, OC für Original Case und OWC für Original Wooden Case; alle drei Begriffe beschreiben die ursprüngliche Verpackung einer Abfüllung. Eine erhaltene Original-Holzkiste erhöht oft den Sammlerwert und dient als Hinweis auf lückenlose Provenienz und schonende Lagerung. Beim Kauf oder Verkauf sind Fotos der OHK/OWC, Innenbeschriftungen und Zustand der Kiste wichtige Dokumente zur Bewertungsunterstützung.
Gevrey-Chambertin liegt in der Côte de Nuits und ist für kraftvolle, langlebige Pinot-Noir-Weine bekannt. Berühmte Grand‑Cru-Lagen wie Chambertin, Chambertin‑Clos de Bèze, Charmes‑Chambertin und Griotte‑Chambertin liefern dichte Frucht, markante Tannine und Terroir-Ausdruck auf marnig-kalkigen Böden. Die Appellation umfasst sowohl Grand Cru- als auch zahlreiche Premier Cru-Lagen, weshalb Flaschen aus Gevrey oft lange Reifephasen vertragen und in Sammlerkreisen geschätzt werden.
Ein Pinot Noir aus 1978 zeigt heute typischerweise sekundäre und tertiäre Noten wie Leder, weiche Waldbeeren, getrocknete Kräuter und Unterholz; Farbe kann ziegelbraun reagieren. Die Trinkreife hängt stark von Produzent, Füllstand und Lagerbedingungen ab: gut gelagerte Exemplare behalten noch Frische, während solche mit schlechter Provenienz oxidativ sein können. Eine fachkundige Sichtung von Kork, Füllstand und einer kleinen Probeschwenkung vor dem Servieren ist bei so altem Wein ratsam.
Füllstand (Ullage) und Korkzustand sind entscheidende Indikatoren für die Qualität gereifter Flaschen: High Fill (HF) und Into Neck (IN) gelten als sehr gut, Top Shoulder (TS) ist bei >15–20 Jahren noch akzeptabel. Very High Shoulder (VHS), Mid Shoulder (MS) oder Low Shoulder (LS) deuten auf stärkere Verdunstung bzw. Oxidationsrisiko hin. Zusätzlich sind Korkdurchfeuchtung, Ausblühungen am Flaschenhals und Farbe des Weins visuell zu prüfen, um Flaschenrisiken einzuschätzen.
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