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Die perfekten Flaschen für Weihnachten.
Ullage bezeichnet den Abstand zwischen Weinoberfläche und Flaschenhals. Kategorien: HF (High Fill) ideal, IN (Into Neck) sehr gut, TS (Top Shoulder) akzeptabel bei Flaschen älter als 15–20 Jahre, VHS (Very High Shoulder) erste Oxidationsanzeichen, MS/LS (Mid/Low Shoulder) hohes Risiko. Sichtprüfung unter gutem Licht, Kontrolle der Korkenfarbe durch transparente Verkleidungen und Abgleich mit bekannten Referenzfotos helfen. Bei Unsicherheit empfiehlt sich eine sensorische Probe oder Expertise durch ein akkreditiertes Weinlabor oder einen erfahrenen Händler.
OHK steht für Original-Holzkiste, OWC für Original Wooden Case und OC für Original Case. Diese Bezeichnungen kennzeichnen, dass Flaschen in ihrer originalen Verpackung geliefert oder gelagert werden — ein Qualitätsmerkmal für Sammler. Originalkisten verbessern Werterhalt und Provenienz, erleichtern Echtheitsprüfungen und sind bei Auktionshäusern sowie beim Wiederverkauf oft deutlich wertsteigernd. Bei sehr alten Flaschen dokumentiert die Originalverpackung außerdem die lückenlose Verwahrungshistorie.
Wichtige Prüfparameter sind lückenlose Provenienz, Zustand der Etiketten, intakte Versiegelung, Original-Holzkisten (OHK/OWC) und vor allem der Füllstand (Ullage). Dokumente wie Rechnungen, Kellerlisten oder Auktionsprotokolle stärken die Vertrauenswürdigkeit. Kritikerscores (RP/WA, JS, VN) und vorherige Auktionsverkäufe geben Marktindikationen. Außerdem prüfen Sammler Lagerhistorie (konstante Temperatur, keine Sonnenexposition) und vermeiden Flaschen mit Mid- oder Low-Shoulder-Füllständen (MS/LS), da hier das Oxidationsrisiko steigt.
Jahrgang und Weingut bestimmen Struktur, Reifepotenzial und Trinkfenster: ein kräftiger Bordeaux-Jahrgang liefert Tannin und Lagerfähigkeit, während Burgund-Jahrgänge stärker die Feinheit und Terroir-Ausdruck prägen. Ein Wein von Château Margaux oder Château Lafite-Rothschild zeigt anderes Alterungspotenzial als ein Burgunder von Domaine de la Romanée-Conti oder ein Spitzenriesling von Weingut Keller. Bekannte Weingüter bieten oft dokumentierte Trinkfenster und kritikergestützte Bewertungen (z. B. Robert Parker / Wine Advocate, James Suckling, Vinous), die bei Auswahl und Lagerdauer helfen.
Wein kann als Kapitalanlage funktionieren, ist jedoch spezialisiertes Investment: Erfolgsfaktoren sind Seltenheit, Produzent (z. B. Domaine de la Romanée-Conti, Château Lafite, Petrus), Jahrgangqualität, Dokumentation und Lagerung. Wein-Investments sind illiquide, unterliegen Handelskosten und Lagergebühren und erfordern Marktexpertise. Diversifikation, Fokus auf anerkannte Weingüter und kritikerstarke Jahrgänge sowie der Zugriff auf verlässliche Auktions- und Handelsplattformen reduzieren Risiko. Für private Festweine ist Genuss oft der bessere „Return on Experience“ als reiner Geldwertgewinn.
Für kurzfristige Lagerung bis zum Fest gilt: konstante Temperatur um 12–14 °C, relative Luftfeuchte 60–70 %, Dunkelheit und vibrationsfreie Lage. Flaschen stehend lagern nur bei Korkschäden; ansonsten liegend, wenn Korken aus Naturkork bestehen. Original-Holzkisten (OHK / Original Wooden Case / OWC) schützen vor Licht und Temperaturschwankungen, sind aber belüftet zu lagern. Für kräftige Rotweine empfiehlt sich eine etwas höhere Antrinktemperatur (16–18 °C), für Riesling und Spätlesen 8–10 °C. Vor dem Ausschenken Flaschen rechtzeitig akklimatisieren.
Ein ausgewogenes Menü-Pairing könnte so aussehen: Aperitif & Vorspeise mit leichtem Riesling Kabinett oder Champagner; Hauptgang (Gans, Ente, Rind) mit einem mittelkräftigen Bordeaux oder einem Burgunder (Pinot Noir) – klassische Hersteller wie Château Margaux bzw. renommierte Burgunder liefern passende Profile; zu kräftigem Wild oder gereiftem Käse ein strukturierter Barolo oder ein gereifter Bordeaux. Zum Dessert passt ein Beerenauslese, Trockenbeerenauslese oder ein Vintage Port. Temperatur, Dekantieren und Gläserwahl sind entscheidend für das Geschmackserlebnis.
Für ein festliches 3er-Set bieten sich drei komplementäre Typen an: ein kraftvoller Bordeaux oder ein gereifter Bordeaux-Blend für Braten und kräftige Soßen, ein eleganter Burgunder (Pinot Noir) oder Barolo für Geflügel und Wild, sowie ein gereifter Riesling (Kabinett bis Spätlese) oder ein hochwertiger Port als süßer Abschluss. Beispielhafte Namen, die oft als Referenz genannt werden, sind Château Margaux oder Château Lafite-Rothschild für Bordeaux, Domaine de la Romanée-Conti (DRC) oder Domaine Leroy als Burgund-Referenzen und traditionelle deutsche Erzeuger wie Weingut Keller für Spitzenriesling. Solche Kombinationen decken unterschiedliche Aromenprofile und Lagerfähigkeit ab und eignen sich deshalb ideal als Geschenk oder Festtagsbegleitung.
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