119 €
1987 x1
Wesentliche Werttreiber sind Provenienz, Füllstand (Ullage), Kork- bzw. Verschlusszustand, Etikett- und Kapselzustand, bekannte Kritikerbewertungen sowie die historische Nachfrage nach dem Château und Jahrgang. Seltenheit, Anzahl verfügbarer Flaschen und dokumentierte Lagergeschichte beeinflussen Auktionspreise; vergleichende Verkaufspreise (Comps) und Gutachternoten geben zusätzliche Orientierung für Bewertung und Investmententscheidungen.
Der Jahrgang 1987 in Bordeaux wird häufig als warmer, reifer Jahrgang beschrieben, der den Weinen Kraft und Konzentration verlieh. Bei einem Château mit Cabernet-dominanten Assemblagen führt das zu dichten, reifen Tanninen und ausgeprägten Fruchtaromen, die sich über Jahrzehnte harmonisch entwickeln können. Bei älteren Jahrgängen ist weniger Frucht, dafür mehr tertiäre Noten wie Leder, Zedernholz und getrocknete Beeren zu erwarten; die Trinkreife hängt von Fasslager, Flaschenpflege und Lagerbedingungen ab.
OHK steht für Original-Holzkiste (auch OWC: Original Wooden Case, OC: Original Case) und bezeichnet die originale Verpackung des Weinguts. Für Sammler und auf dem Sekundärmarkt ist eine OHK wichtig, weil sie die Provenienz untermauern, die Lagerhistorie belegen und oft einen höheren Wiederverkaufswert sowie bessere Erhaltungsbedingungen suggerieren kann.
Der Füllstand ist ein zentraler Qualitätsindikator bei alten Weinen. HF (High Fill) bedeutet hoher Füllstand nahe am Kork, ideal bei gealterten Flaschen. IN (Into Neck) zeigt, dass der Wein noch sehr gut konserviert wurde. TS (Top Shoulder) ist bei >15–20 Jahre alten Flaschen akzeptabel und weist auf kontrollierte, aber erkennbare Verdunstung hin. VHS (Very High Shoulder), MS (Mid Shoulder) oder LS (Low Shoulder) deuten auf erhöhtes Oxidationsrisiko hin. Bei einer 1987er-Flasche ist ein IN bis TS-Füllstand in der Regel normal; MS/LS erhöhen das Ausfallrisiko deutlich.
Château Ducru-Beaucaillou gehört zur klassischen linken Uferseite von Bordeaux und ist bekannt als Deuxième Cru Classé aus der Klassifikation von 1855. In der Appellation Saint-Julien entstehen hier strukturierte, tanninbetonte Weine mit feiner Mineralität und Balance zwischen Cabernet Sauvignon und Merlot. Typisch sind tiefe, kalkhaltige Kiesböden des Médoc, die den Weinen Länge und Lagerfähigkeit verleihen. Für Sammler und Genießer ist Ducru-Beaucaillou wegen seiner Kombination aus Eleganz, Dichte und Alterungspotential besonders geschätzt.
Château Ducru-Beaucaillou basiert traditionell auf einer Cabernet Sauvignon-dominierten Cuvée, ergänzt durch Merlot, Cabernet Franc und gelegentlich Petit Verdot. Cabernet Sauvignon liefert Gerbstoffstruktur und Langlebigkeit, Merlot schenkt Fülle und weiche Fruchtnoten, Cabernet Franc bringt florale und würzige Komponenten. Mit zunehmendem Alter mildern sich die Tannine, die Frucht wandelt sich zu krautigen und tertiären Aromen, während Holz- und Erdtöne an Bedeutung gewinnen. Gut gelagerte Flaschen behalten Balance und Komplexität über Jahrzehnte.
Bewertungen von Fachkritikern (zum Beispiel Robert Parker / Wine Advocate, Vinous, James Suckling oder Jancis Robinson) wirken sich direkt auf Nachfrage und Preisentwicklung aus. Hohe Punkte erzeugen kurzfristig erhöhte Nachfrage, langfristig stabilisieren konsistente Bewertungen den Marktwert. Auktionspreise geben transparente Referenzen für Seltenheit und Zustand, doch Auktionsergebnisse sind vom Einzelfall abhängig (Zustand, Provenienz, Losgröße). Für eine realistische Wertermittlung sollten Käufer mehrere Quellen vergleichen: Auktionsergebnisse, Händlerlisten, Bewertungsberichte und die physische Begutachtung der Flasche.
Der Jahrgang 1987 wird in Bordeaux oft als insgesamt guter Jahrgang mit reifer Fruchtcharakteristik beschrieben; in den besseren Lagen des Médoc und von Saint-Julien lieferten viele Châteaux langlebige, inzwischen gereifte Weine. Bei Weinen dieses Alters sind tertiäre Aromen wie Leder, Tabak, getrocknete Früchte und Zedernholz typisch, während die Tanninstruktur sich weicheren, aber noch präsent zeigen kann.
OHK steht für Original-Holzkiste, OWC für Original Wooden Case und OC für Original Case. Diese Begriffe bezeichnen die ursprüngliche Verpackung der Flaschen bei der Abfüllung. Eine intakte Original-Holzkiste erhöht bei Sammlern oft die Provenienz-Sicherheit und kann den Marktwert steigern, weil sie Hinweise auf lückenlose Lagerung und Herkunft liefert. Bei Investitionen ist die Existenz einer OHK/OWC ein zusätzlicher Qualitätsindikator, ersetzt aber nicht die Prüfung von Füllstand, Etikettzustand und Herkunftsdokumenten.
Gereifte Bordeaux-Flaschen profitieren oft von vorsichtigem Dekantieren: langsam in eine klare Karaffe gießen, um Sedimente im Hals zurückzulassen. Bei sehr alten Weinen reicht manchmal nur kurzes Umgießen, da zu langes Luftkontakt das fragile Bouquet zerstören kann. Serviertemperatur liegt idealerweise bei 16–18 °C für gereifte Rotweine; zu warm verschleiert Aromen, zu kalt wirkt der Wein verschlossen. Ein zuvor durchgeführter Probeschluck oder eine Flascheninspektion (Füllstand, Korkzustand, Etikett) hilft, Dekantierdauer und Trinkfenster besser einzuschätzen.
Für ältere Bordeaux sind Bewertungen und historische Verkostungsnoten von Robert Parker / The Wine Advocate, James Suckling, Vinous (Antonio Galloni), Jancis Robinson, Jeb Dunnuck und großen Publikationen wie Wine Spectator oft richtungsweisend. Diese Kritiker bieten Bewertungen, Trinkfenster und Stilbeschreibungen, die Marktpreis und Nachfrage beeinflussen; ergänzend sind Auktionsresultate und Provenienzberichte zu berücksichtigen.
Wichtige Prüfpunkte sind Echtheit (kein Etikettentausch, authentischer Kork), lückenlose Provenienz (Lagerhistorie, Händlerdokumente), Füllstand (Ullage) und Flaschenzustand (Etikett, Kapsel, Glasrisse). Originaldokumente und Rechnungen erhöhen die Vertrauenswürdigkeit. Bei Auktionen oder Privathandel sollte man außerdem Auktionsprovisionen, Versandbedingungen sowie Kühl- und Lagerlogistik einkalkulieren. Für Investitionsabsichten ist die Kombination aus renommierter Herkunft, gutem Füllstand und positiver Bewertung von Kritikern entscheidend.
Die Cuvée von Château Ducru-Beaucaillou besteht überwiegend aus Cabernet Sauvignon, flankiert von Merlot und ergänzt durch Cabernet Franc und Petit Verdot. Diese Zusammensetzung verleiht dem Wein Struktur, Säure und Langlebigkeit durch den hohen Cabernet-Anteil sowie Fruchtigkeit und Fülle durch den Merlot-Anteil.
Langfristige Lagerung erfolgt bei konstanter Temperatur um 10–14 °C, 60–75% Luftfeuchte, nach Möglichkeit in Dunkelheit und vibrationsfrei. Beim Servieren sehr alte Bordeaux vorsichtig behandeln: Flasche senkrecht lagern, Sedimente vermeiden, sanft dekantieren (typisch 30–90 Minuten, je nach Zustand) oder glasweise probieren; Serviertemperatur rund 16–18 °C. Eine langsame Dekantierung schützt vor Brüchen und hilft, die Aromen zu öffnen.
Château Ducru-Beaucaillou ist ein renommiertes Weingut im Appellationsgebiet Saint-Julien im Médoc (Bordeaux) und gehört zu den Deuxième Cru Classé der Klassifikation von 1855. Typisch sind kies- und kieselhaltige Böden, eine hohe Cabernet-Sauvignon-Dominanz in der Cuvée sowie eine feine, präzise Tanninstruktur, die Langlebigkeit und Reifepotenzial fördert.
Bei alten Flaschen ist der Füllstand ein zentraler Qualitätsindikator. Gängige Kategorien sind HF (High Fill: voller Hals), IN (Into Neck: bis in den Flaschenhals), TS (Top Shoulder: oberer Flankenspiegel), VHS (Very High Shoulder: Beginn der Schulter), MS/LS (Mid Shoulder / Low Shoulder). Für eine Flasche aus 1987 gelten HF und IN als ideal, TS ist bei älteren Weinen noch akzeptabel; VHS oder MS/LS deuten auf erhöhtes Oxidationsrisiko und verminderten Zustand hin.
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