250 €
1 Flasche
Sekundärmarktwert hängt von Provenienz, Flaschenzustand (Ullage, Etikett, Kapsel), Seltenheit, Flaschenformat und Kritikerbewertungen ab. Relevante Quellen sind Auktionsresultate, Händlerlisten, Wine Advocate (WA), Vinous (VN) oder frühere Parker-Noten. Ein Investment erfordert transparente Herkunft, konservative Bewertung des Zustands und Vergleich mit verkauften Referenzflaschen. Risikofaktoren: unsichere Lagerhistorie, niedriger Füllstand und schwankende Nachfrage für ältere Jahrgänge.
Bei Rotweinen aus 1986 ist vorsichtige Handhabung wichtig: Flasche senkrecht lagern, langsam öffnen, auf Sediment achten. Man dreht die Flasche beim Ausgießen langsam vor einer Lichtquelle oder Kerze, um Sediment in der Flasche zu belassen. Längeres Dekantieren (1–2 Stunden) kann die Aromen öffnen, manchmal reicht aber schon 20–30 Minuten, um Flüchtigkeit zu schonen. Bei sehr fragilen, entwickelten Weinen ist ein kurzes Atmenlassen oder Servieren ohne Dekantieren vorzuziehen.
Ullage beschreibt den Flüssigkeitsspiegel in der Flasche nach Jahren. Gängige Bezeichnungen: HF (High Fill) = perfekter Füllstand nahe am Kork, IN (Into Neck) = sehr guter Füllstand im Flaschenhals, TS (Top Shoulder) = akzeptabel für Weine älter als 15–20 Jahre, VHS/HS/MS/LS (Very High Shoulder/High/Mid/Low Shoulder) = zunehmendes Oxidations- oder Verderbsrisiko. Bei einer 1986er-Flasche ist IN oder TS typisch; MS/LS erhöht das Risiko, dass der Wein angegriffen ist. Immer Fotos des Korpus und Halses prüfen und Rückfragen zur genauen Messung stellen.
OHK steht für Original-Holzkiste; OC = Original Case; OWC = Original Wooden Case. Eine erhaltene Original-Holzkiste verbessert die Provenienz, erleichtert die Nachverfolgung der Lieferkette und erhöht bei Sammlern und Auktionshäusern den Marktwert – vor allem bei älteren Jahrgängen. OHK ist zusätzliches Indiz für sorgfältige Lagerung, ersetzt aber nicht die Prüfung von Füllstand, Etikett und Korkzustand.
Ein gereifter Rotwein aus dem Jahr 1986 zeigt typischerweise tertiäre Aromen: Leder, Tabak, getrocknete Kräuter, Pilznoten und reife Fruchtkonfitüre. Die Farbe weist oft einen ziegel- bis kupferrand auf, während das Kernrot verblasst ist. Tannine sind in der Regel abgerundet, Säure spielt eine prominente Rolle für Frische. Der genaue Zustand hängt stark von Lagerung und Provenienz ab; einige 1986er präsentieren noch klar definierte Frucht, andere sind stärker entwickelt oder oxidativ.
Château ist im französischen Weinrecht keine Qualitätsstufe, sondern bezeichnet ein Weingut oder Anwesen, das Wein erzeugt – oft mit eigener Vinifikation und Abfüllung auf dem Gut. Der Château-Begriff signalisiert in der Regel, dass die Trauben aus eigenen oder vertraglich gebundenen Lagen stammen und dass das Weingut die Kontrolle über Weinberg und Keller hat. Qualität und Stil variieren stark von Château zu Château; Vergleichswerte sind Cru-Klassifikationen, AOC/AOP-Herkünfte und Kritikerbewertungen wie Wine Advocate (WA), Vinous (VN) oder Jancis Robinson (JR).
0,75 l ist die Standardflasche. Größere Formate reifen langsamer und gelten als langlebiger: 1,5 l = Magnum, 3,0 l = Doppelmagnum, 6,0 l = Imperial (bei Bordeaux oft als Imperiale bezeichnet), 9,0 l = Salmanazar. Für Lagerung bedeuten größere Flaschen stabilere Bedingungen und oft längere Trinkreife. Bei älteren Jahrgängen kann ein Magnum eine deutlich frischere Frucht zeigen als eine 0,75-l-Flasche desselben Jahrgangs.
Konstante Temperatur (idealerweise 10–13 °C), hohe relative Luftfeuchte (~65–80 %), dunkler, vibrationsarmer Raum und Lagerung in liegender Position für Naturkork sind wesentlich. Temperaturschwankungen, starke Hitze oder direkte Sonneneinstrahlung beschleunigen Alterung und Korkschäden. Beim geplanten Genuss eine kurze Phase der Temperaturanpassung (einige Tage) einplanen; älteren Weinen kann ein kontrolliertes Ruhen nach Transport zugutekommen.
200 €
195 €
320 €
115 €
90 €
0 €
500 €
40 €