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Zur Einordnung eines Produzenten wie Robert Barbichon empfiehlt sich ein mehrgleisiger Ansatz: zuerst die Herkunftsangabe (Appellation/Region) prüfen, anschließend Rebsorte(n), Jahrgang und Abfüller identifizieren. Ergänzend liefern Kritikerbewertungen von Robert Parker / Wine Advocate, James Suckling, Vinous oder Jancis Robinson und Besitz- bzw. Provenienznachweise wichtige Hinweise zur Qualität. Ein Vergleich mit anerkannten Referenzen wie Domaine de la Romanée-Conti, Château Margaux oder bekannten Winzern wie Egon Müller hilft, Stilrichtungen und Qualitätsansprüche besser zu verorten, ohne automatisch regionale Aussagen zu treffen.
OHK steht für Original-Holzkiste, OC für Original Case und OWC für Original Wooden Case. Diese Begriffe kennzeichnen die originale Versand- oder Aufbewahrungsverpackung eines Weins. Das Vorhandensein einer Originalkiste stärkt die Provenienz, reduziert Zweifel an Umlagerungen und kann den Marktwert steigern, insbesondere bei sammelwürdigen Jahrgängen oder renommierten Erzeugern. Für Käufer und Sammler sind OHK/OC/OWC zudem ein Indikator für schonende Lagerung und vollständige Lieferung.
Auf dem Etikett sollten folgende Angaben sorgfältig gelesen werden: Produzent, Jahrgang (Vintage), Appellation oder Herkunftsbezeichnung (z. B. AOC/AOP/DOC), Rebsorte(n), Alkoholgehalt, Flaschengröße (z. B. 0,75 l), Abfüller/Flaschennummer sowie Lot- oder Chargenkennzeichen. Hinweise auf Klassifikationen wie GG (Großes Gewächs) oder VDP (Verband Deutscher Prädikatsweingüter) sind relevant, da VDP fuer Verband Deutscher Prädikatsweingüter steht und GG als Großes Gewächs eine Qualitätsstufe markiert.
Lagerfähigkeit und Trinkreife hängen von Tanninen, Säurestruktur, Restzucker, Alkohol und dem Jahrgang ab. Zur Einschätzung prüfen Sie Kritikernoten, die Jahrgangscharakteristik sowie die Herkunftslage (z. B. Erste Lage oder Großes Gewächs als Indikator für Langlebigkeit). Allgemeine Empfehlungen: Weine mit hoher Säure und reifen Tanninen benötigen länger, Weißweine mit gutem Säuregerüst können ebenfalls altern. Optimale Lagerbedingungen sind konstant 10–14 °C, 60–75 % Luftfeuchte, Dunkelheit und schonende Lagerung. Bei Unsicherheit bietet eine kleine Probeverkostung Aufschluss über Trinkreife.
Wichtige Bewertungskriterien sind: Renommee des Erzeugers, Jahrgangsqualität, Kritikerpunkte (RP/WA, JS, VN), Provenienz und Dokumentation, originalverpackung (OHK/OC/OWC), Füllstand, Etikett- und Kapselzustand sowie vergleichbare Verkaufspreise bei Auktionshäusern oder spezialisierten Plattformen. Einzelne Flaschen haben meist geringeren Investmenthebel als komplette Partien oder Originalkisten. Für ernsthafte Investitionen empfiehlt sich ein Gutachten oder eine Bewertung durch einen erfahrenen Händler bzw. Auktionshaus. Verkaufskosten, Lagergebühren und Transportversicherung müssen ebenfalls einkalkuliert werden.
Zur Authentizitätsprüfung fordern Sie Rechnungen, Lieferbelege, Kellerlisten oder Fotodokumentation der Original-Holzkiste. Achten Sie auf Labeldetails, Schriftarten, rückseitige Codes, Druckqualität, Korkabdruck und eventuelle Siegel. Bei Zweifel lohnt eine Rückfrage beim Produzenten oder eine Begutachtung durch spezialisierte Weinsachverständige und Auktionshäuser. Digitale Nachforschungen in Verkaufsarchiven oder Datenbanken und der Abgleich mit bekannten Referenzflaschen erhöhen die Sicherheit. Bei sammelwürdigen Positionen sind komplette Provenienzketten und Originalverpackung entscheidend.
Der Füllstand in der Flasche ist ein Schlüsselindikator für Alter und Lagerbedingungen. Gängige Kategorien: HF (High Fill) sehr guter Füllstand nahe am Kork, IN (Into Neck) sehr gut, TS (Top Shoulder) akzeptabel bei älteren Flaschen, VHS (Very High Shoulder) erste Oxidationsanzeichen möglich, MS/LS (Mid/Low Shoulder) erhöhtes Risiko für oxidierte oder fehlerhafte Weine. Bei alten Jahrgängen sind TS und gelegentlich VHS tolerierbar, aber MS/LS deuten auf problematischen Zustand hin. Immer Fotos der Flasche und Korkzone anfordern oder persönlich prüfen.
Übliche Formate: 0,375 l (Demi), 0,75 l (Standardflasche), 1,5 l (Magnum), 3,0 l (Doppelmagnum), 6,0 l (Imperial/Bordeaux-Format), 9,0 l (Salm/Salmanazar) u. a. Größere Formate reifen in der Regel langsamer und gleichmäßiger, weil das Verhältnis von Sauerstoff zu Wein geringer ist; daher sind Magnums und größere Formate besonders beliebt für Lagerung und Sammeln. Für Handel und Einzelverkauf bleibt die Standardflasche 0,75 l am gängigsten.
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