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Meursault in der Côte de Beaune (Burgund) ist bekannt für körperreiche, nussig-butterige Weissweine aus Chardonnay. Typische Merkmale sind reife Steinfrucht, geröstete Haselnuss- und Brioche-Noten durch gezielten Holzeinsatz sowie eine füllige Textur bei solider Säure. Die Lagen rund um Meursault bieten kalkhaltige, mergelige Böden, die Struktur und Mineralität beisteuern. Domaine-Angaben sind wichtig: renommierte Produzenten aus Meursault prägen Stil und Alterungspotenzial erheblich.
Ullage (Füllstand) ist ein Schlüsselindikator für Alterungszustand: Kategorien wie HF (High Fill) und IN (Into Neck) gelten als sehr gut, TS (Top Shoulder) ist bei älteren Flaschen akzeptabel, während MS/LS (Mid/Low Shoulder) starken Oxidations- oder Leckageverdacht begründen. Eine Original-Holzkiste (OHK; englisch OWC/OC) erhöht Sammlerwert und belegt oft bessere Provenienz, was für Burgunder besonders wichtig ist. Bei Weinen aus 2019 sollten Füllstände nahe HF/IN erwartet werden; jede Abweichung wirkt sich penibel auf Preis und Trinkbarkeit aus.
Weisse Burgunder können investitionsfähig sein, doch Meursault liegt meist unter den absoluten Top-Investments wie Le Montrachet oder die grossen Premier/Grand Crus. Entscheidende Faktoren für Wertsteigerung sind Produzentrenommee, geringe Flaschenanzahl, Bewertungsnoten von Kritikern (z. B. Robert Parker / Wine Advocate, James Suckling, Vinous) sowie Zustand und Dokumentation (OHK, intakte Etiketten, überzeugende Füllstände). Der Jahrgang 2019 ist marktfähig dank guter Qualitäten, doch langfristiger Erfolg hängt stark vom Namen des Domaine und der gepflegten Provenienz ab.
Optimale Lagerung: konstant 10–14 °C, 60–75 % Luftfeuchte, dunkel, leichte Vibrationen vermeiden. Für Meursault 2019 empfiehlt sich eine moderate Kühllagerung vor dem Servieren (12–14 °C). Dekantieren ist bei reiferen, gereifteren Exemplaren hilfreich (30–60 Minuten) zur Entfaltung von Aromen; sehr junge, klare Jahrgänge profitieren oft von kurzem Luftkontakt. Glaswahl: tulpenförmiges Weissweinglas oder Burgundglas für mehr Aromaentwicklung. Serviertemperatur 11–13 °C bringt Balance zwischen Frucht und Struktur.
Der Jahrgang 2019 in Burgund lieferte allgemein sehr reife, sonnige Jahrgänge mit konzentrierter Frucht und guter Reife. Für Meursault bedeutet das oft üppigere, dichter strukturierte Chardonnays mit reifen Pfirsich- und Aprikosenaromen sowie kräftigerem Alkohol, aber bei seriösen Winzern bleibt die Säure erhalten und sichert Lagerfähigkeit. Bei Topproduzenten aus Meursault kann 2019 je nach Ausbau 8–20+ Jahre Lagerpotenzial bieten; einfachere Ortsweine sind früher trinkbar (5–10 Jahre).
Die Angabe x18 steht üblicherweise für 18 Flaschen (meist 18 × 0,75 l), also eine bestimmte Fall- oder Losgröße. Große Losgrößen beeinflussen Preisgestaltung und Logistik: Händlerpreise pro Flasche fallen bei Komplettkäufen häufiger, Transporte und Lagerung sind effizienter, und für Wiederverkäufer oder Sammler ist ein komplettes Los attraktiver. Für die Provenienzprüfung und den Wiederverkauf kann die Einheitlichkeit (gleicher Jahrgang, gleicher Produzent, idealerweise Original-Holzkiste) den Marktwert positiv beeinflussen.
Wichtige Erklärungen: OHK = Original-Holzkiste (gilt auch als OWC oder OC), was Provenienz und Sammlerwert stärkt. GG steht in Deutschland für Grosses Gewächs, eine VDP-Klassifikation (VDP = Verband Deutscher Prädikatsweingüter, bekannt durch den Traubenadler). DRC bezeichnet Domaine de la Romanée-Conti, ein ikonisches Burgunderhaus; die Abkürzung wird oft als Referenz für Spitze im Burgund gebraucht. Weitere Kürzel wie EP (En Primeur) oder Flaschenformate (0,75 l Standard) sind beim Handel zu beachten. Die Bedeutung variiert nach Region, deshalb sind Kontext und Herkunftsangabe entscheidend.
Ein Name wie Jobard auf dem Etikett steht für den Erzeuger oder das Domaine und ist ein zentraler Qualitätsindikator: Er verrät, wer Trauben vinifiziert, welche Lagen gehalten werden und welcher Kellerstil (Holzanteil, Ausbauzeit, Malolaktische Gärung) typisch ist. Zur Einschätzung empfiehlt sich die Recherche von Produzentenprofilen, Herkunftslagen, Traubenzusammensetzung und früheren Jahrgängen sowie Kritiker-Noten und Jahrgangsberichten. Vergleiche mit anderen Weingütern der Côte de Beaune helfen, Stil und Alterungspotenzial einzuordnen.
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