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Eine Flasche, im Gewölbekeller gelagert
Vietti ist ein renommiertes Weingut in den Langhe des Piemont, bekannt für präzise interpretierte Nebbiolo-Weine. Die Lage Castiglione, oft als Castiglione Falletto bezeichnet, liefert kalk‑ und mergelbetonte Böden mit guter Höhenlage und idealer Exposition, die zu feinkörnigen Tanninen, floralen Aromen und mineralischer Länge führen. Ein Barolo aus dieser Lage verbindet meist Eleganz, Struktur und Reifepotenzial, weshalb Erzeuger wie Vietti hier besonders auf selektive Handlese und gereifte Ausbauformen achten.
Optimal ist eine konstante Kellertemperatur von etwa 12±2 °C, relative Luftfeuchte um 65–75 %, Dunkelheit und vibrationsfreie Lagerung in horizontaler Lage. Gewoelbe- oder naturkeller bieten häufig stabile Bedingungen durch gedämmte Temperaturen und Luftfeuchte. Vor dem Servieren empfiehlt sich je nach Alter ein Temperaturbereich von 16–18 °C und bei reiferen Barolos eine Dekantierzeit von 30 Minuten bis mehreren Stunden, um Aromen zu öffnen und eventuelle Depotbestandteile abzusetzen.
Der Jahrgang 2018 in den Langhe gilt als ausgewogen mit reiferen Fruchtaromen, gut integrierter Säure und zugänglichen, dennoch präsent bleibenden Tanninen. Typische Noten reichen von getrockneten Rosen und Kirschfrucht über Lakritz bis hin zu erdigen und eisenhaltigen Nuancen. Je nach Produzent und Ausbau kann ein hochwertiger Barolo 2018 10–25 Jahre oder länger reifen, wobei erste Trinkfenster oft schon nach einigen Jahren geöffnet sind, Höchstpotenzial aber länger ansteht.
Eine Bewertung von 94 Punkten durch Robert Parker bzw. The Wine Advocate signalisiert hohe Qualitätswahrnehmung und steigert in der Regel Nachfrage und Resale‑Interesse. Solche Scores helfen, Sichtbarkeit auf dem Sekundärmarkt zu erhöhen, sind aber nur ein Faktor neben Produzentenreputation, Jahrgang, Provenienz und physischem Zustand der Flasche. Für die Lagerbarkeit bleiben Temperaturstabilität, Feuchte, Füllstand und Originalverpackung entscheidend — der Punktwert sagt nichts über die erhaltene Flaschenkondition aus.
OHK steht für Original‑Holzkiste, OWC für Original Wooden Case und OC für Original Case. Eine vorhandene Originalverpackung ist für Sammler wichtig, weil sie zusätzliche Provenienz‑Informationen liefert, oft die Transportstabilität verbessert und den Wiederverkaufswert erhöhen kann. Gerade bei Premiumweinen trägt die Originalkiste zur Vollständigkeit der Abwicklung bei und signalisiert meist sorgfältige Lagerung und Dokumentation.
Der Füllstand oder Ullage gibt Hinweise auf Versiegelung und Alterung des Weins: IN (Into Neck) zeigt sehr guten Füllstand und geringe Verdunstung, TS (Top Shoulder) ist bei Flaschen älterer Jahrgänge akzeptabel, VHS (Very High Shoulder) deutet auf fortgeschrittene Oxidation oder Leckagen hin. Für Barolo‑Sammler sind hohe Füllstände (HF/IN) ein Qualitätsmerkmal; MS (Mid Shoulder) oder LS (Low Shoulder) erhöhen das Risiko für geschmackliche Beeinträchtigungen.
Barolo kann als langfristiges Investment interessant sein, besonders wenn Erzeuger wie Vietti, renommierte Lagen und starke Jahrgangsnoten vorliegen. Entscheidende Faktoren sind Produzentenreputation, Jahrgangsqualität, Kritikerbewertungen, Originalverpackung, lückenlose Provenienz und perfekter physischer Zustand (Füllstand, Etikett, Kork). Anleger sollten zudem Lagerkosten, Liquiditätsbedarf und das Risiko von Schwankungen am Sekundärmarkt bedenken; Weininvestment ist oft auf Mehrjahres‑ bis Jahrzehntespannen ausgelegt.
DOCG steht für Denominazione di Origine Controllata e Garantita und ist die höchste italienische Qualitätsstufe für Herkunft und Produktionsregeln. Barolo DOCG basiert auf der Rebsorte Nebbiolo, die für hohen Säuregehalt, markante Gerbstoffe und komplexe Aromatik bekannt ist. Nebbiolo bringt im Barolo-Kontinuum Aromen von Rosen, Teer, Kirsche und Unterholz hervor; Terroir und Ausbau formen das Alterungsspektrum und die Stilistik jedes Produzenten wie Vietti.
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