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Spricht für sich selbst🥂
Henri Giraud ist ein Champagnerhaus aus der Grand-Cru-Gemeinde Aÿ, das für terroirbetonte Champagner steht. Typisch sind eine ausgeprägte Pinot-Noir-Expression neben Chardonnay-Anteilen, sorgfältige Handlese und eine Winzerästhetik, die auf Feinheit und Langlebigkeit abzielt. Im Vergleich zu langjährig bekannten Häusern wie Krug, Bollinger oder Salon fällt Henri Giraud häufig durch kleinere Produktionsmengen und besondere Cuvée- und Fassselektionen auf.
Die Abkürzung MV15 wird in Weinbezeichnungen üblicherweise so interpretiert, dass sie auf ein Millésime 2015 hinweist (Millesime = Jahrgang). Alternativ steht MV in anderen Zusammenhängen für "multi vintage" oder eine spezifische Cuvée-Kennung. Bei Unsicherheit empfiehlt sich die Rückfrage beim Produzenten oder Blick auf das Etikett bzw. technische Datenblatt.
In Aÿ dominieren traditionell Pinot Noir und Chardonnay; Pinot Noir prägt oft Struktur und Würze, Chardonnay bringt Frische und Eleganz. Viele Cuvées von Aÿ-Erzeugern und von Henri Giraud kombinieren diese Sorten, gelegentlich ergänzt durch Pinot Meunier, je nach Stilistik und Jahrgangsausprägung.
Gereifte Champagner lagert man dunkel, bei konstanter Temperatur zwischen 10–14 °C und circa 60–75 % relativer Luftfeuchte. Flaschen waagerecht im Originalkorken belassen, Vibrationen vermeiden. Weine aus Grand-Cru-Lagen oder von Häusern wie Henri Giraud profitieren von korrekter Kellerung, um Aromenschutz und langsame Reifung zu gewährleisten.
OHK steht für Original-Holzkiste, OWC für Original Wooden Case und OC für Original Case. Diese Begriffe geben Auskunft über die Verpackungshistorie einer Flasche: Originalverpackungen wie Holzkisten erhöhen die Provenienz-Sicherheit und sind für Sammler sowie beim Wiederverkauf wertsteigernd.
Bei Champagner ist die Ullage ein Indikator für Reife und mögliche Oxidation. Gängige Bezeichnungen: HF (High Fill) = perfekter Füllstand, IN (Into Neck) = sehr guter Füllstand, TS (Top Shoulder) = akzeptabel für ältere Flaschen, VHS/HS/MS/LS (Very High Shoulder/Mid Shoulder/Low Shoulder) deuten auf fortgeschrittenen Flüssigkeitsverlust hin. Besonders bei Flaschen älter als 15–20 Jahre sollte ein niedriger Füllstand kritisch geprüft werden, da er Oxidationsrisiken und mögliche Korkprobleme signalisiert.
Champagner von renommierten Winzern kann als Sammler- oder Anlageobjekt interessant sein, vorausgesetzt Seltenheit, Jahrgangsqualität, Provenienz und korrekte Lagerung sind nachweisbar. Marktbewegungen werden außerdem von Kritikerbewertungen (z. B. Vinous, Robert Parker/Wine Advocate, James Suckling) und Auktionsaktivität beeinflusst. Eine konservative Vorgehensweise: Herkunftsdokumente sichern, Lagerbedingungen dokumentieren und Verkäufe über etablierte Händler oder Auktionshäuser planen.
Serviertemperatur: 8–10 °C für gereifte Champagner; jüngere Blanc de Blancs können kühler. Dekantieren ist selten nötig, bei sehr alten Flaschen kann jedoch schonendes Umfüllen in ein Dekantiergefäß helfen, Depot zu entfernen und Aromen zu öffnen. Verwenden Sie schlanke Champagnerflöten oder besser noch tulpenförmige Gläser, um Aromenkonzentration und Perlage optimal zu präsentieren.
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