Wie unterscheiden sich Rieslinge aus Mosel, Nahe und Rheinhessen in Stil und Terroir?
Mosel-Riesling (z. B. Joh. Jos. Prüm, Egon Müller, Dr. Loosen) ist oft leichter, mit ausgepraegter schiefermineralik und lebendiger Säure; Süd- und Steillagen wie Wehlener Sonnenuhr oder Scharzhofberger liefern feingliedrige, langlebige Weine. Nahe-Riesling (z. B. Weingut Dönnhoff) zeigt tendenziell intensive Mineralität und klare Frucht bei oft etwas konzentrierterer Struktur. Rheinhessen (z. B. Weingut Keller) bietet vielfältige Stile von schlanken, terroirbetonten Rieslingen bis zu kraftvollen, strukturierten trockenen Gewächsen. Diese regionalen Unterschiede beeinflussen Trinkfenster, Speisenpaarungen und Investment-Perspektive.