Wie entwickelt sich ein Rosé aus dem Jahrgang 2019 sensorisch im Glas?
Ein Rosé aus 2019 zeigt heute primäre Fruchtnoten wie Erdbeere, Himbeere, rote Johannisbeere und Zitruszesten, je nach Anteil der Rebsorten auch floralere Nuancen. Nach sechs Jahren kann sich bereits eine dezente sekundäre Komplexität einstellen: getrocknete Kräuter, Pfirsichhaut, honigartige Nuancen und eine breitere Textur. Die Säure bleibt bei gut gemachten Provence-Rosés oft präsent und trägt zur Frische bei, während die Tannine sehr niedrig sind. Bei Weinen renommierter Erzeuger wie Domaine Ott, Château d'Esclans oder Château Miraval ist die Entwicklung oft eleganter und langsamer als bei einfachen Massenprodukten.